Moeller, Jens Peter

Moeller, Jens Peter, berühmter Landschaftsmaler , wurde 1783 zu Fanborg auf Fünen geboren, und da sein Vater schon früh starb, und die Mutter unvermögend war, so wurde er von Verwandten in Ekernförde an Kindesstatt angenommen. Als Knabe schon äus- serte er Lust zur Malerei , und die Pflegeeltern fanden es daher für ratsam, ihn in die Malerlehre zu geben, und nachdem er da in kurzer Zeit entschiedene Proben eines bedeutenden Talentes gegeben hatte, so sandte man ihn zur weiteren Ausbildung des- selben nach Copenhagen. Hier besuchte er die Kunstakademie, machte Bekanntschaft mit den damaligen besten Künstlern, na- mentlich mit Abildgaard, Clemens, Lorenzen undern, und diese Männer waren es, deren Leitung sich Moeller anvertraute. Nachdem er sich mehrere Jahre mit Erfolg in verschiedenen Fä- chern versucht hatte, fing er endlich an, die Landschaftsmalerei vorzuziehen, und da er fortan hierin allein nach Auszeichnung strebte, so war schon nach Ablauf seines akademischen Curses das Vertrauen gewonnen, dass eine Reise ins Ausland schnell seine Vollendung befördern würde. Er erhielt dazu eine königliche Un- terstützung, und dafür wurde ihm die Pflicht auferlegt, sich die Re- stauration alter Gemälde angelegen sein zu lassen. In Paris , wo- hin er 1810 über Holland gekommen war, lag er daher zwei und ein halbes Jahr unter Leitung geschickter Männer diesem Studium ob. Unter den aufgehäuften Kunstschätzen, deren sich damals viele in Paris befanden, wurden besonders jene, welche Claude Lorrain hinterlassen hat, seine Lieblinge. Die bezaubernde Luft- perspektive in seinen Hintergründen, so wie der Schmelz des Lich- tes: dieses unvergleichlichen Meisters, machten einen tiefen Ein- druck auf Moeller’s Gemüth. Er studierte die Werke dieses Meisters, und copierte mehrere derselben. Die Copie desjenigen Bildes, wel- ches als Staffage einen Bauerntanz hat, kaufte der König von Dänemark für das Schloss Christiansborg. Claude blieb stets sein Vorbild, und der Künstler bewies in seinen spätern Arbeiten, mit welchem Glük e seine Studien machte. Im Jahre 1814 verliess Moeller Paris, um die großartige Natur der Schweiz zu schauen, und nachdem er 1815 durch Deutschland ins Vaterland zurückge- kehrt war, übergab er der Akademie in Copenhagen das Re- ceptionsbild. Zu gleicher Zeit wurde er als Conservator der kön- iglichen Gemäldesammlung angestellt, und die folgenden fünf

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