Mitelli, Giuseppe Maria,
— 490 Motetten mit Titel, von denen die 12 ersten und der Titel 9 Z. hoch und 15 Z. 6 L. breit, die übrigen (Caratiden) 7 Z. 6 L. hoch und 12 Z. 3 L. breit sind. Dieses ist das Hauptwerk des Künstlers, mit Darstellungen aus der Geschichte des Aeneas: L’Enea vagante, pitture dei Carracci intagliate, e dedicate al Serenissimo principe Leopoldo Medici da Gioseppe Maria Mitelli Bolognese etc. — 1665. Si stampano in Roma da Gio: jacomo de Rossi al insegna di Parigi. Im ersten seltenen Drucke vor Rossi’s Adresse. In der Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid waren die 12 Geschichtsscenen in sehr alten Drücken, ohne Grabstichelüberarbeitung, vor den Randlinien und vor der Adresse. Bartsch sagt nichts von solchen Abdrücken, S. Frenzel's Catalog der erwähnten Sammlung.
— 11£) Die Sprichwörter, Folge von 50 Blättern, nach Metelli’s Erfindung. H. 9 Z. 10 L., Br. 7 Z. 2 L.
Diese Blätter sind von 1 — 48 numerirt, bis auf Titel und Dedication. Das Sprichwort in italienischer Sprache steht über jeder Darstellung; unten sind drei italienische Verse, und der Name des Künstlers: G. M. Mitelli J. e. F.
Der Titel zeigt die Figuren der Zeit und der Erfahrung zu den Seiten eines Piedestal, mit der Schrift: Proverbj figurati, Consecrati al serenissimo Principe Francesco Maria d’ Toscana da Giuseppe Maria Mitelli, pittore Bolognese, e da lui, Inuentati, Disegnati et Intagliati — MDCLXXVIII.
— 150) Die öffentlichen Ausrufer der Stadt Bologna , Folge von 40 Blättern. Auf dem ersten Blatte, mit der Ansicht von Bologna, liest man: Di Bologna Varti per via d’Annibale Caracci disegnate, intagliate et offerte al grande, et alto Nettuno Gigante Sig. della Piazza di Bologna. Da Giuseppe Maria Mitelli etc., 1660. Höchst geistreich gezeichnete Blätter, und selten beisammen.
— 163) Das Tarokspiel, Folge von vier Blättern: Gioco di Carte di Tarochini. Jedes der drei ersten Blätter enthält 10 Karten, das vierte deren elf.
Das Mahl, welches der Gonfaloniere von Bologna den Tag vor seinem Einzuge den Schweizergarden gibt: Collazione che si da il Gonfaloniere de Bologna — avanti il suo ingresso; — Es sind dieses 0 numerirte Blätter, die der Quere nach aneinander gereiht werden. H. 4 Z. 9 L., Br. 9 Z. 9 L.
Die vier und zwanzig Stunden des menschlichen Glüchkes, mit zwei Supplementblättern, Folge von 26 Blättern, 1675 zu Bologna herausgegeben. Die Blätter erwähnt Huber in seinem Handbuche etc. Sie sind sehr selten.
Herr Lilon & Glutton, humoristische Darstellung in H. Carracci's Manier, Messir Lilon.
N’ pagä n’ ssan ustiu, e impiu Ja Panza, E’n stimä la Virtüu, ch’ yn tutt fol, Muntäi adoss di Pie, quest’ @ I’nsanza.
Joseph Maria Mitellus Inu. del. et inc. H. 14 Z. 10 L., Br. 10 Z. + — 1 L.
Dieses äusserst seltene Blatt erhielt R. Weigel in Leipzig, und er erwähnt es zuerst in seinem Kunstkataloge. Ehedem war das Blatt im Besitze Moerse’s und Ottley’s. Nach Weigel können nur wenig Malerarbeiten in Mezzotinto diesem Blatte
hinsichtlich seiner geistreichen Ausführung und eminenten
Seltenheit zur Seite gestellt werden. Weder Bartsch noch
andere Chalkologen erwähren desselben. Weigel bietet es
rechts ein weiblicher Kopf im Profil nach links gerichtet,
Zwei weibliche Figuren mit Gewand um’s Haupt, in Profil
nach rechts, die zur Linken legt die Hand an das Haupt.
Guido Reni I., rechts unten das Monogramm. H. 5 2.3 E,
Br. 7 2.3 E. Nicht im Bartsch, aber von Brulliot mutmaßlich
dem Mitelli zugeschrieben;
Zwei Köpfe; links ein bärtiger Alter, abwärts blickend,
Ebenso bezeichnet, wie das obige, und in gleicher Größe,
Diese Blätter fehlen bei Bartsch. Frenzel beschreibt sie im
Cataloge der Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid.
Sie sind geistreich gezeichnet.
Büste eines Heiligen mit aufwärts gerichtetem Blicke, die
linke Hand emporhebend. Unten: G. M. f., qu. 8. Nicht
im Bartsch.
Der heil. Rachus kniend mit zwei Begleitern vor einer zur
Linken befindlichen Bildsäule der Maria, umgeben von drei
Engeln. Mit der Inschrift: Soles un mar di perigli etc.,
Oben rechts: Virgo divini etc., und unten bezeichnet: G.
Mitelli f., H. 11 Z. 7 L., Br. 7 2.10 L.
Ein Charlatan auf einem Gerüste schwenkt mehrere Türken-
turbane, unten sind viele Männer, welche darnach verlan-
gen. Auf einer Fahne: Chi vel il Turbantin per Mascherärsi.
Unten rechts ist ein Mann im Mantel mit erkauftem Turban
und der Unterschrift: Questo mi calza bene. Links:
J. Mitelli fecit, H. 10 Z., Br. 7 Z. 5
Drei Blätter mit drei darauf sitzenden Männern, einer speist
afronni, der zweite trinkt, der dritte hält den Zettel mit
zwei Würfeln und der Schrift: Noi Siamo Sette. Oben: Il
Novo gioco degli asini etc. Unten: Mangia — Beva E....
Links: G. M. Mitelli. fecit, 1687. H. 8 Z. 9 L., Br. 14 Z.
Großer Titel: Eine Malerpalette mit aufgesetzten Farben,
der Pinsel oben, darauf: Bononiensium pictorum celebrioris
gloriae quaedam rarae icones delin. et incis. etc. a Josepho
Mar. Mitello, pittore Bonon, MDCLXXVII. Josephi Longhi
175)
formis. H. 17 Z. 3 L., Br. 10 Z. 11 L. 4a
— 100) Das Zeichenbuch in alphabetischer Ordnung, das
heißt: auf jedem Blatte ein Buchstabe durch sehr geistreiche
Figuren zusammengestellt, und daneben einzelne Teile des
menschlichen Körpers, in Händen, Füssen, Köpfen, Augen,
Nasen etc., als auch in Thieren bestehend, und unter
jedem Blatte ein italienischer Vers. Als Titel eine Staffelei,
worauf ein Brett von zwei Amoretten gehalten und die Worte:
„Altabeto in sogno exemplare per disegnare di Gius. e M.
Mitelli. pitt. Bolog. MDCLXXXIII. Unter der Staffelei ist
ein schlafender Jüngling. Das zweite Blatt enthält die Zu- weisung an Mitelli’s Schüler, und dann kommen die 23 Buchstaben von A–Z. Diese sehr geistreichen Blätter sind auch ebenso selten.
- Das Titelkupfer zu: Il vero maneggio di Spada d’Alessandro Senesio Bolognese. Bologna 1660. Joseph Mitell fecit, fol.
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