Miseroni oder Misseroni, Misuroni, Girolamo und Gaspare, berühmte Edelsteinschneider von Mailand , zwei Brüder, die im 10. Jahrhunderte lebten. Sie erlernten ihre Kunst von Jacopo da Trezzo, und arbeiteten in allen Arten von kostbaren Steinen. Die grossherzogliche Kammer zu Florenz bewahrt noch verschiedene Werke von diesen Künstlern, und auch in Wien müssen sich solche von ihnen und von ihren Söhnen und Enkeln finden. Es sind diese die Künstler Miseroni, die oben erwähnt wurden, nach Sandrart’s Angabe. Er nennt sie Miseroni, und diesen Namen mögen sie in Prag statt Miseroni oder Misseroni geführt haben. Caspar oder Hieronymus konnte der Vater des berühmten Dionis Miseroni sein, so dass er mit dem Einen oder dem Andern nach Prag kommen zu sein scheint. Sandrart nennt nämlich einen Caspar Miseroni als Edelsteinschneider des Kaisers Rudolph II. von Prag , und auch Dionis hatte daselbst bereits seinen Ruf gegründet. Auch Hieronymus Miseroni war nach Sandrart Hof-Edelsteinschneider dieses Kaisers, und man bewahrt nach Küchelbecker (Nachricht vom k. k. Hofe und der Stadt Wien. S. 883) in der k. k. Kunstkammer zu Wien einen zwei Ellen (1) hohen Pokal aus Tiroler Bergkristall, der in Form einer Pyramide prächtig geschnitten ist.
Ticozzi sagt, dass diese Miseroni auch ihre Söhne und Enkel in der gleichen Kunst unterwiesen haben. Als solche nennt Ticozzi: Giovan Ambrogio, welcher wohl mit unserm Ambros Miseroni eine Person ist, dann Ottavio und Giulio, die nach Spanien berufen wurden, wo sie für den Hof und für den Escorial kostbare Werke ausführten.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_AY_rAAAAMAAJ/