Mirobogius, Anton

Mirobogius, Anton, ein vorzüglicher Gandrischer Maler, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind. Seine Blütezeit fällt um 1614–1653 nach den Daten zweier Bilder der grossherzoglich gothischen Galerie und des königl. Museums in Berlin zu schließen. Daraus ergibt sich zugleich eine lange Lebensdauer des Künstlers; allein seine Werke sind dennoch sehr selten. Es sind dies Landschaften mit biblischer und anderer Staffage, in einer der Breughel’schen Schule verwandten Richtung. Das unsers Wissens älteste Bild des Künstlers besitzt der Großherzog von Gotha, der es erst 1833 kaufte. Vgl. Annalen der niederl. Malereien von G. Rathgeber S. 28. Das Gemälde zeigt links einen Wald mit schön belaubten Bäumen, auf welchen einige Vögel sitzen. Der Jäger, auf einem weißen Pferde, schiesst in den Wald, der zweite Jäger liebkost ein Windspiel, und hinter ihm liegt ein anderer Hund. Im Vordergrunde wächst schönes Gras, rechts öffnet sich die Aussicht auf ein Wasser, ein Wäldchen und felsige Gegend. Das Bild ist sehr schön und lebhaft coloriert, mit MIR. F. 1614 bezeichnet. Das Bild ähnlichen Inhalts in Berlin ist mit der Jahrzahl 1653 versehen. Ein Jäger schiesst innerhalb eines Waldes nach Enten im Wasser. Es ist nach Kugler (Beschr. des Museums S. 265) fein, aber etwas scharf gemalt. Mannlich erwähnt in seinem Cataloge der königl. Sammlung in Schleissheim einer Landschaft mit dem Innern eines Waldes, vorn Christus in der Wüste vom Teufel ver sucht, wohlgezeichnete und frei behandelte Figur. In der Wiener Galerie ist eine kleine Landschaft mit der Bekehrung des Saulus – M. Merian stach nach seiner Zeichnung. 1620 Ansichten der Umgegend des Schwalbacher Bades: Novae quae jam ac paganae regiunculae etc. Merian nennt ihn da Mirulasus, s. Merian.

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