Minzocchi, Francesco

Minzocchi, Francesco, Maler aus Forli, genannt il Vecchio di S. Bernardo, studirte anfangs daheim die Werke des Palmigiani, brachte es aber damals noch nicht weit, denn seine frühesten Werke sind von sehr geringer Zeichnung, wie der Gekreuzigte bei den Osservanti zu Corli. Hierauf kam er in Genga’s Schule, und da nun änderte er seinen Styl, wie Vasari sagt. Nach ande- rer Ansicht übte Pordenone einen noch grösseren Einfluss auf ihn, und gewiss ist, dass Minzocchi jetzt zur Vollkommenheit gelangte. Seine Zeichnung ist richtig, in der Composition herrscht Anmuth, Leben und Ausdruck, und Lanzi behauptet, dass die Natur selbst aus seiner Leinwand hervorzutreiten scheine. In der Basilika zu Loreto sieht man in der Capelle des heil. Franz von Paula zwei seiner fleissigsten Bilder: Das Opfer des Melchisedech und das Mannawunder, wo die Propheten und Hauptpersonen alle die griechische und edle Tracht haben, die man nur in Pordenone’s Schule finden kann, das Volk aber so ganz treu in Gesichtern und Gebärden dargestellt ist, dass nach Lanzi Teniers und die natur- treuesten Niederländer ihn beneiden könnten. Auch gefallen an diesen Gemälden die vielen und verschiedenen nach dem Leben

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