Mino da Fiesole , ein berühmter alter Bildhauer, von Vasari wohl irrig als Schüler des Desiderio da Settignano bezeichnet, dessen wir schon unter „Fiesole“ erwähnt haben. Hier fügen wir noch einige seiner Werke bei. In Rom fertigte er das Grabmonument des Francesco Turnabuoni mit der lebensgrossen Statue desselben, die man für sehr schön hielt. Dieses ist indessen nicht das ein- zige Werk des Künstlers in Rom, er führte daselbst deren mehrere aus, besonders Grabmäler, die beim Abbruche der alten Peterskirche zu Grunde gingen. Bedeutender sind aber die Altäre im Convento di Badia zu Florenz und im Dome zu Fiesole. Nach Fiesole kam Mino um 1475, und bis 1481 scheinen die erwähnten Werke vollendet gewesen zu sein. Zu Ende 1481 stand auch das prächtige Monument des Grafen Ugo da Maddelborgo, Sohn des Grafen Hubert von Brandenburg, vollendet da, welches ihm die Mönche della Badia setzen liessen, mit einem Aufwande von 1600 Lire, wie Vasari angibt. Für den Bischof Leonardo Salutato fertigte er einen lebensgrossen Christuskopf, dann machte Mino im Dome zu Prato die mit schönen Basreliefs gezierte Kanzel aus Marmor, und um dieselbe Zeit fertigte er auch die Bildnisse des Piero und Lorenzo de Medici und seiner Gemahlin, so wie die Statue einer Madunna. Hierauf führte er in Perugia eine Marmortafel mit den halberhabenen Bildnissen des heiligen Johannes und Hieronymus aus, und im Dome zu Volterra machte er ein Sakramenthäuschen mit schönen Figuren geziert. An diese von Vasari erwähnten Werke reihen wir noch einen Tabernackel für Ospedale Santi in St. Maria di Trastevere zu Rom, eine Madonna mit dem Kinde über der Stiege des Palazzo Nozzi in Florenz, und ein Basrelief mit der Madonna, die den göttlichen Sohn anbetet, im Besitze des Giacinto Bossi zu Mailand.
Mino starb 1486 in Folge von übergrosser Anstrengung, und seine Freunde und Verwandten verschafften ihm in der Canonia zu Fiesole ein ehrenvolles Begräbnis. Siehe auch den folgenden Artikel.
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