Milnet, Bernard.— Milon, Alexis Pierre.
Bernard Milnet, Formschneider , bis jetzt der älteste (französische) Künstler dieser Art, dessen Blühzeit in die Mitte des 15. Jahrhunderts gehört. Mit voller Sicherheit läßt sich indessen nicht bestimmen, dass Milnet ein Franzose ist, es hat aber große Wahrscheinlichkeit. Sein Name, in gotischen Characteren, steht auf einem Blatte der heil. Jungfrau mit dem Jesuskinde; keine Jahrzahl bestimmt aber die Zeit der Anfertigung des Schattes. Der Behandlung ähnlich ist aber ein Blatt mit dem heil. Bernhard; welches die Jahrzahl 1454 trägt. Man legt es ebenfalls dem B. Milnet bei, der demnach um die Mitte des 15. Jahrhunderts gelebt haben muss. In der Arbeit ist dieses Blatt vollkommen gleich dem berühmten heil. Christoph von Buxheim (s. Meister von Buxheim).
Das erste dieser Blätter mit dem Namen des Künstlers entdeckte Mr. Hill zu Manchester ; den heil. Bernhard fand Mr. Mauger in der Gegend von Mainz . Dieser befindet sich mit zwei andern Blättern desselben Meisters, der heil. Catharina und dem heil. Georg, auf der k. Bibliothek zu Paris . Die heil. Catharina brachte Dibdin 1816 nach Frankreich , und den heil. Georg fand Duchesne, im Cabinet eines Kunstliebhabers in England , der ihn 1824 der Pariser Bibliothek abtrat. Alle diese Blätter schreibt Duchesne, Essai sur les pièces p. 11, dem B. Milnet zu; es trägt aber nur eines den Namen des Verfertigers. Blätter in ähnlicher Manier gibt es mehrere, von Duchesne daher Manicre de Bernard Milnet, und dem Grafen Laborde, der mehrere solche Blätter trefflich copirt hat. Gravure criblée, von den Engländern Style of the Mazarine Crucifixion, von den deutschen Chalkographen, wie R. Weigel, Schorn in Berlin, Brulliot, Frenzel u. a., älteste geschrottene Arbeit mit weissen Punkten und Strichlagen genannt. Diese Arbeit ist zweierlei; es gab Holz- und Metallschnitte. Die alten Künstler schnitten ihre Zeichnung in weiches Metall, oder gruben sie in Holz ein, setzten auch teilweise Metallblöcke in Holzstöcke ein, je nachdem der Gegenstand es erforderte. Das Ganze erscheint fast wellenartig, da die Figuren gewöhnlich auf dunklem Grunde stehen, auch weisse, runde Punkte, oder auch kurze, unterbrochene Strichlagen und allerlei künstliche Dinge, angebracht sind. Wir werden als Anhang die uns bekannten, anonymen, xylographischen und chalkographischen Werke verzeichnen, um dadurch dem Ganzen noch größere Vollständigkeit zu verleihen;
Antonio Milocco, Maler von Turin, wo er um 1750 für mehrere Kirchen arbeitete, und auch auswärts in Anspruch genommen wurde. In der Kuppel der Kirche der Heimsuchung Mariä ist von ihm das Paradies dargestellt. Selbst der Hof beschäftigte ihn. Er war ein Gefährte des Ritters Beaumont, aber geringer als dieser durch eine gewisse Handfertigkeit wusste aber auch er sich gelten zu machen;
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