Miller, Gustav Adolf. — Müller

Miller, Gustav Adolf. — Müller, Hans.

gestochen. Sie gehören zu einer seltenen Folge. And. und Jos. Schmutzer stachen 3 andere Blätter und die letzten zwei 1794 und A. Bartsch: Decius Mus auf dem Paradebette, von Trophaen und Trauernden umgeben, und die Roma triumphans. Schon die ältern Blätter von Müller und Schmutzer sind selten beisammen, und noch seltener sind alle zu finden.

  1. Ein Crucifix nach Rubens, fol.

  2. Die beiden Söhne des P. P. Rubens, Kunstsstück nach Rubens, gr. fol. Im ersten Drucke vor der Schrift,

  3. Eine heilige Familie nach Rubens, fol.

  4. Landschaft mit der Flucht nach Ägypten , gr. qu. fol,

  5. Jesus Christus von Engeln gestärkt, in einer Landschaft, gr. fol.

  6. Die Versuchung des Herrn durch den Teufel, fol.

  7. Jesus Christus nach der Versuchung gestärkt, fol. Nach Brandt gestochen.

9 — 10) Zwei innere Ansichten großer Gebäude mit Bädern, u. fol.

  1. gr. victoriae ornamento, D. Danieli Antonio Bertoli, Cæsarianis picturis et operibus Prefecto — hanc ejus effigiem ex aere ducebat G. A. Müller S.C.M. Calcograph. D. Rosalba Cariera pinx., fol. Schwarzkunstblatt.

  2. Kaiser Carl VI., ganze Figur im Sessel, nach J. van Schuppen, gr. fol.

  3. Die Kaiserin Elisabeth, dessen Gemahlin, nach van Schuppen, und Gegenstück,

  4. Kaiser Karl VI., stehend im Cuirasse, fol. In Schwarzkunst.

  5. Die Kaiserin Elisabeth, stehend., das Gegenstück,

  6. Die Kaiserin Elisabeth, Büste, fol.

  7. Philippus Ludovicus S. R. J. Haereditarius Thesaurarius Co- mes a Sinzendorf etc., stehend im Ornate, nach H. Rigaud, fol. Hauptblatt in schwarzer Manier. Bei Weigel 1 Thlr.

12 gr.

  1. Jürg Cardinal von Kollonitz, Büste nach van Schuppen, fol.

  2. Prinz Eugen von Savoyen, nach J. van Schuppen, fol.

  3. Jakob van Schuppen, nach Letzterem, fol.

  4. D. Sebastian Widtmaisser a Weitenau, nach Iservrank. Mit G. A. M. bezeichnet. In schwarzer Manier, 8.

  5. J. A. G. Geuderus, Büste, fol.

  6. Markgraf Wilhelm Friedrich von Brandenburg, fol.

Gustav Adolf, Zeichner und Stahlstecher, einer der berühmtesten Künstler seines Faches. Er bildete sich zu Karlsruhe in der Schule des berühmten C. Frommel, und unter diesem Meister leistete er in kurzer Zeit Vorzügliches. Manchmal arbeiteten beide Künstler zusammen, wie an den zwei schönen Blättern mit dem Altstadtmarkt und der Martinskirche, und dem Burgplatz mit der Domkirche zu Braunschweig, u. fol. Die Zahl seiner Blätter ist bereits sehr gross, die er teils gestochen, teils gezeichnet hat, wie jene der klassischen Stellen der Schweiz und deren Hauptorte mit Text von Zschokke, der Originalansichten der historisch merk- würdigen Städte Deutschlands, ihrer wichtigsten Dome etc. von Lange in Darmstadt u. s. w. Im Landschaftlichen und Architektonischen leistet Müller Ausgezeichnetes.

Müller, Hans, Zeichner und Maler von Straubürg; dem ein aus H. M. P. (H. Müller Pictor) bestehendes Monogramm angehören soll, welches Brulliot nach einer handschriftlichen Notiz gibt,

Es steht dabei die Jahrzahl 1503. Man findet dieses Zeichen auf Zeichnungen.

Müller, Hans, g auch Michael Müller, Maler in München.

Müller, Heinrich, Maler und Kupferstecher zu Weimar, der älteste Sohn des Professors C. Müller, machte unter Leitung des letzteren seine ersten Kunststudien, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung auf die Akademie der Künste in München.

Er malte ähnliche Porträts und auch im Stiche hat er solche bekannt gemacht. Dann leistet Müller auch in der Lithographie Gutes. Er ist der Unternehmer des lithographischen Institutes zu Weimar, .

Eine Galerie berühmter Lithographen, Künstler etc., lebens- große Brustbilder, wovon 1820 die erste Lieferung erschien.

Die in den Bibliotheken, Sammlungen und Museen des Groß- herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach befindlichen Merk- würdigkeiten an Zeichnungen, Alterthümern und anderen bisher noch nicht gekannten Seltenheiten in lithographierten Abbildungen, von 1820 an in Heften,

Müller, Heinrich, Zeichner und Maler von Eisenach, ein jetzt lebender Künstler von Ruf. Er hielt sich längere Zeit in Italien auf, und machte da eine große Anzahl von Studien nach Rafael Sanzios Fresken in Rom und Perugia, sehr fleißig in Farbenstiften ausgeführt. Auch fertigte er viele sehr lebendig aufgefasste Costümzeichnungen mit dem Bleistift, größtenteils von Landleuten aus der Umgegend von Rom,

Auch farbige Portraitzeichnungen hat man von diesem Künst- ler, und Bildnisse in Öl. Diese Werke gefallen durch die schöne Ausführung und durch die Ähnlichkeit, welche in ihnen herrscht. Seine Familiengemälde sind auf das angenehmste gruppiert. So wie er Meister in solchen Kreidezeichnungen ist, so ist er es auch in der Ölmalerei. Seine Bildnisse dieser Art sind von lebendiger Auffassung und sorgfältig modelliert. So zogen 1853 und 1836 ein nach seiner Weise gezeichnetes Fa- milienbild und des Künstlers eigenes lebensgroßes Brustbild in Öl auf der Ausstellung des Großherzoglichen Kunstinstituts in Wei- mar täglich eine Menge Beschauer an, und der Künstler erntete vollen Beifall.

Müller, Heinrich, Maler in Berlin, ein jetzt lebender, vielseitiger Künstler, dessen Werke mit Beifall aufgenommen werden. fertigte 1832 die Glasmalereien der Werderschen Kirche zu Berlin nach Zeichnungen des berühmten Architekten Schinkel. Von ihm sind auch die Malereien braun in braun an den Emporen jener Kirche. Dann malt Müller auch in Öl und encaustische Bilder.

Müller, Heinrich, Maler von Degerweiler im Canton Thurgau, wurde 1814 geboren. Er besuchte 1837 die k. Akademie der Künste in München, um sich weiter auszubilden. Müller malt Landschaften.

Müller, Heinrich, s. auch Joh. Heinrich Müller.

Müller, Heinrich Carl, Kupferstecher zu Paris, wurde 1784 zu Strassburg geboren und von Ch. Guerin unterrichtet. Er übte sich mit Eifer in der Zeichenkunst, machte sich auch mit den Grundsät- zen der Malerei vertraut, und gelangte auf solche Weise zu tüchtigen Kenntnissen in seinem Fache. Dennach konnte er sich bis

1819 bloß durch kleinere Arbeiten für Buchhändler, die er für deutsche und französische Werke ausführte, bekannt machen. Auch für die Gallerie des Museums zu Prag stach er einige Platten, Endlich aber trug ihm die Société des Arts ein grösseres Werk zu stechen auf, die Psyche, nach Prudhon, und dieses Werk gründete den Ruf des Künstlers. Schon im Jahre 1812 wurde ihm der zweite grosse Preis im Kupferstechen zu Theil, und 1822 erhielt er eine rosse Medaille als Anerkennung seiner Verdienste. Auch das Aus- land ehrt diesen Künstler; so nahm ihn 1836 die Akademie der Künste in Berlin unter die Zahl ihrer Mitglieder auf.

  1. Camille Jordain, Halbfigur nach Mlle. Godefroy 1821. Ein schön gelungenes Blatt, fol.

  2. Heinrich IV, nach Görard und Pereier, Titelblatt der Didot- schen Folioausgabe von Voltaire’s Henriade.

  3. Sclim III., türkischer Kaiser, Titelblatt zu Melling’s gros- sem Werke über Constantinopel, fol.

  4. Die Flucht in Aegypten, nach Dominichino, für das Musée francais par Laurent gestochen.

  5. Psyche von den Zephyren entführt, nach Prudhon’s berühm- tem Bilde für die Société des amis des arts gestochen, 1822 vollendet. Dieses Blatt hat ganz das Sanfte und Verschmol- zene des Originals, und es sicherte dem Künstler einen Platz unter den besten Kupferstechern, fol.

  6. Eine Landschaft nach Gaspare Pussino. Mus. frangais par Laurent.

  7. Der heil. Hieronymus, nach Correggio. Mus. fr. par Lau- rent. Diese Platte begann Bartolozzi im 85. Jahre, und Müller vollendete sie 1822.

  8. Le petit S. Jean, der kleine Johannes mit dem Lanze, nach B. Luini, etwas verschieden von dem Blatte P. An- derloni’s, der es nach dem Bilde des Samuel Passalacqua restochen hat, kl. fol. Preis 3 Thlr.

  9. Die Leda von Correggio, für das Musée Filhol gestochen.

  10. Ein antiker Torso, für dasselbe Werk.

  11. Darstellung aus dem Leben des heil. Bruno, für Filhol.

  12. Das Costume des Herzogs von Orleans, für das Krönungs- werk Carl X.

  13. Diana und Endymion, nach Langlois’s Gemälde im Musée Luxembourg, roy. fol. Bei Weigel 13 Thlr. 18 gr.

  14. Cephalus und Aurora, nach dem Gemälde Delorme’s in der Galerie Luxembourg, das Gegenstück.

  15. Eine grosse Anzahl von Bildnissen und Vignetten für die schönsten französischen Ausgaben von Classicern, und für andere Werke.

Müller, Heinrich Ludw., Maler von Hamburg, wurde 1808 geboren. Er begab sich 1828 zur weiteren Ausbildung nach Mün- chen, und verlebte da ein Paar Jahre. Was später aus ihm ge- worden, wissen wir nicht.

Müller, Heinrich Philipp, der Medailleur bei Lipowsky, heisst Philipp Heinrich, s. diesen.

Müller, Hermann, Kupferstecher und Kunsthandler von Amster- dam, war vermutlich Schüler von H. Cock, aber noch grösseren Einfluss übte Cornelis Cort auf ihn, da seine Stichweise jener des C. Cort ähnlich ist. Einige machen ihn zu Golzius Schüler, war

einzig von Jan Müller zu gelten scheint, da sich wohl in den
Werken des letzteren, aber nicht in dem des Hermann die kühne
Stichweise jenes Meisters ausspricht. In der ersten Zeit seines
Lebens arbeitete Müller neben Cort zu Antwerpen mehreres für
den Verlag des H. Cock, besonders nach Heemskerk, in der Folge
aber gründete er selbst eine Kunsthandlung, aus welcher verschie-
dene Blätter hervorgingen, die manchmal nur mit H. Müller exc.
bezeichnet sind. Auch einige Blätter des Jan Müller, angeblich
eines Verwandten unsers Künstlers, erschienen in Hermann’s Ver-
lag. Die Lebenszeit des Künstlers ist nicht genau zu bestimmen;
man weiß nur, dass er in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts
tätig war. Die Anzahl seiner Blätter ist nicht geringe, man
schätzt sie aber weniger, als jene seines Verwandten oder Bruders
Johann.

  1. Die acht Segnungen, nach M. Heemskerk, 8 Blätter, kl.
    fol.

  2. Geschichte des alten jüdischen Königs Joas, nach Heem-
    skerk, 4 Blätter, kl. qu. fol.

  3. Die zehn Gebote in biblischen Szenen: Anbetung des gol-
    denen Kalbes; Noah und seine Söhne; Bathseba; Abel’s
    Tod etc., nach Heemskerk, 10 Blätter, Cock exc., qu. fol.

  4. Jonas, Moses und Christus, oder Geburt, Leiden und Er-
    lösung des Menschen, nach Heemskerk, 6 Blätter, kl. qu.

  5. Die drei guten Könige der Christen (Artur etc.), der Heiden
    (Hector etc.), und der Juden (David etc.), nach Heemskerk,
    Cock excud., kl. qu. fol.

  6. Die Planeten, ihre Wirkungen und ihre durch Symbole dar-
    gestellten Gottheiten, nach Heemskerk, 7 Blätter, Cock
    excud., kl. qu. fol.

  7. Die vier Temperamente, nach Heemskerk, 4 Blätter, kl.
    u. fol.

  8. Die Parabel vom ungerechten Haushalter, 4 Blätter, kl.
    u. fol.

  9. Die Geschichte des Josua, nach Heemskerk, 12 Blätter, kl.
    u. fol.

  10. Die Cardinaltugenden, nach Heemskerk, 8 Blätter, qu.
    fol.

  11. Verschiedene Darstellungen aus dem Leben Jesu und Ma-
    riens, nach Heemskerk, qu. fol.

  12. Das jüngste Gericht, Herm. Müller fec. et exc., fol.

  13. Der Sündenfall und die Erlösung, Herm. Müller fec. et exc.,
    fol.

  14. Die Schöpfung, oder die sechs Tagwerke, H. Müller fec.,
    J. Golzius exc., 7 Blätter.

  15. Die fünf klugen und die fünf törichten Jungfrauen, H.
    Müller fec., 2 Blätter, qu. fol.

  16. Die vier Evangelisten, H. Müller fec., 4 Blätter, kl. fol.

  17. Die Madonna in der Glorie, mit Müller’s Namen, gr. 4.

  18. Der Tod der Lucretia, nach C. Kettel, 4.

  19. Die heil. Familie in einer Landschaft, Johannes mit dem
    Vogel. Joannes infantem etc., nach Th., Barentsen, fol.

  20. Die heil. Ännen, Herm. Müller fec. et exc., 12.

  21. Die drei Parzen, nach C. van Harlem, kl. fol.

  22. Venus sitzend, wie ihr Nymphen ihre Körbe mit Früchten brin-
    gen, nach B. Spranger, qu. fol.

  23. St. Paul, der die Natter ins Feuer wirft, qu. fol.

  24. St. Cäcilia die Orgel spielend, Vesp. pia . . . , opes. Herm. Müller sc., fol. {

  25. Der Reiche und Arme vor dem Crucifixe. H. Müller fec.

  26. Der Bauer mit einer Henne auf den Knien, Halbfigur, H. Müller fec., rundes Blatt.

  27. Allegorie auf die Ankunft der Erzherzogin Anna von Österreich zu Antwerpen 1570, nach C. van der Bröck. Herm. Müller fec., qu. fol. |

  28. Architektonische Cartouchen, nach J. Floris, fol.

  29. Mauritus, D. G., Princeps Aurantiae etc., fol.

  30. König Heinrich IV, von Frankreich, kl., fol.

Müller, Hermann Martin Christian, Maler, wurde 1806 zu Hamburg geboren, und von S. Bendixen in den Anfangsgründen der Malerei unterrichtet. Er hatte sich ursprünglich der land- schaftlichen Darstellung zugewendet, als er aber 1828 die Akade- mie der Künste in München besuchte, und das Streben so vieler junger Künstler im höheren Fache der Geschichte wahrnahm, be- schloss er, sich diesem Kunstzweige zu widmen, worin er in Zeit von drei Jahren glänzende Fortschritte machte. Schon sein erster Versuch, eine Scene aus dem 16. Gesange des Niebelungenliedes, wie Siegfried erschlagen wird, lässt ein großes Talent zur Histo- rienmalerei erkennen. Auf der Münchner Kunstausstellung von 1853 sah man ein großes Bild, den Hagen vorstellend, wie er den Prophezeihungen der Donauweiber horcht, nach dem 23. Ge- sange des Niebelungenliedes, ein in Zeichnung und Färbung glän- zendes Werk, und nicht minder bedeutsam durch Schönheit der Form. Auch seine späteren Werke verdienen eine rühmliche Er- wähnung, doch starb der Künstler schon 1837.

Müller, Jakob, Kupferstecher, der in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Prag den Ruf eines geschickten Künstlers genoss. Aus den unten folgenden Blättern möge man ihn beurtheilen:

  1. Der Triumphbogen, der 1606 zu Ehren Kaiser Leopold I. in Prag aufgestellt wurde, gr. fol. S. Olea armata Habsburgico - Austriaca Hispanica, a Ch. Holtzbecher. Pragae 1690.

  2. Das Marienbild der Capuzinerkirche auf dem Hradschin zu Prag. C. Luna del. Müller sculp., 16

  3. Das Jesuskind im Blumenkörbchen, mit deutschen Versen., Müller sc., 12.

  4. Der Kopf des heil. Anastasius, 12

Müller, Jakob, Kupferstecher, der in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Augsburg arbeitete. Folgende Werke gehören ihm an, ganz sicher No. 2 und 3 einem und demselben Künstler.

Ein Zeichner Jakob Müller von Augsburg begleitete 1772 Banks und Soulander auf ihrer Reise zur See, und diente 1788 als englischer Schiffshauptmann. Er ist Joh. Schastian’s Sohn.

  1. Die Benediktinerklöster in der Schweiz, sammt den Bildnis- sen der Prälaten, in der Idea sacrae congregationis Helveto- Benedictinae, nach Zeichnungen von G. Hecht, Augsburg
  1. Landschaft mit Bäumen und einer Mühle, Jinks steht Hier, Wolfs Adresse, qu. fol. |

  2. Landschaft mit Bäumen links, das Vieh durch den Fluss ge- trieben, mit Woll’s Adresse, qu. fol.

Müller, Jakob und Georg, Glasmaler von Grindelwald in der Schweiz, zwei Künstler, die in der neueren Geschichte dieser Kunst Epoche machten. Jakob ist der ältere, und als Sohn eines Indiennedruckers sollte er zu gleichem Gewerbe sich verstehen, auf die Idee, sich der Glasmalerei zu widmen, gerieth er, als er als Knabe von 16 Jahren einen Fremden auf zwei alte, rosse und schön gearbeitete Glasmalereien das fast unglaubliche Abo von 1500 Gulden bieten sah. Der Gedanke, wie viel schneller sich da reich werden und eine Familie erhalten liesse, als durch das mühsame Gewerbe des Vaters, verließ ihn nicht mehr. Mit welcher grosser Beharrlichkeit und vielfältiger Anstrengung er sich auf diese Kunst verlegte, mag die dazu verwandte Zeit von drei Jahren und ausserdem der Umstand beweisen, dass der junge Müller seine Gesundheit durch die häufigen Arbeiten beim Feuer und die mancherlei chemischen Experimente derart schwächte, dass er seit diesem Zeitpunkt Jahre lang Not hatte, sich auch nur lei- dentlich hinzufristen. Der Jüngling besiegte aber alle Schwierig- keiten, und nach Verlauf von drei Jahren war nach seiner Ansicht das Wesentliche zur Herstellung der alten Glasmalerei wieder ge- funden oder neu entdeckt.

Er liess die buntfarbigen Scheiben auf einer Glashütte des be- nachbarten Schwarzwaldes bereiten, und das Einbrennen der Zeich- nung, Figuren und Zierathen bewerkstelligte er daheim. Vom Jahre 1821 an mag der wichtige Fund datirt werden; aber noch fehlte freilich viel, dass er sich sogleich hätte geltend machen kön- nen. Vorzüglich kam es darauf an, die schichlichen Gegenstände zu finden, in deren Darstellung die wiedergefundene Kunst sich hervorthun und bei den Kennern empfehlen könne, Zudem war der junge Müller kein Maler, und die Abbildung gemeiner und fehlerhaft gezeichneter Dinge würde die Sache von vorn herein wieder verdorben haben. Am natürlichsten war es, sich der He- raldik zuzuwenden; denn sie vorzüglich gestattet die scharfe und selbst etwas fehlerhafte Zeichnung, die bunte Farbengebung und die so beschränkte Perspektive. Zu dem jungen Müller gesellte sich ein geschickter Schaffhausischer Kunstmaler, Namens Beck, und beide vereint brachten eine hübsche und ansehnliche Glasseheibe, die Wappen der 22 Schweizerkantone, mit dem gemeinen eidgenös- sischen Wappen und einem geharnischten Schildhalter desselben in der Mitte, von so stattlicher Färbung heraus, dass sich nicht zweifeln liess, immer vollkommenere Arbeiten würden sich forthin anreihen an diese erste, im Ganzen so gelungene Probearbeit. In Bern erregte die neue Erfindung allgemeine Teilnahme und Neugier'. Ohnehin war die heraldische Zeichnung hier gerade in vol- lem Schwunge, da die Geschicklichkeit des Kunstmalers E. Wyss in diesem Fache sich bereits über ein Jahrzehend vielfältig bewährt hatte, und alle Liebhaber sogleich erkannten, das Artistische jedes Künstlers, und das Technische des neu auftretenden Glasmalers würden sich einander unvergleichlich fördern und ergänzen kön- nen. Im Christmonat 1823 holte daher der ältere Bruder Georg Müller den jüngeren Jakob Müller aus Schaffhausen nach Bern, und schon im folgenden Jahre wurden von der Regierung 600 Fr. zu den ersten benötigten Einrichtungen für den Betrieb der neuen Kunst ausgeworfen, zu welchen späterhin auch die Gestattung ei- nes zweckmässigen Lokales für den Brennofen hinzugekommen ist.

Mit raschen Schritten rückte jetzt die Glasmalerei vor, und auch vom Ausland gingen Bestellungen ein. Für die Cantonsregierung wurde

ein ‚;onm, schön eingetheiltes, rundes Fenster mit einem Bern- schild in der Mitte und einem Wappenkranze ringsum ausgeführt, dessen Kosten sich auf 50 Louisd’or beliefen, und das eine Zierde der neu erbauten Kirche zu Wangen geworden ist. Für die Stadt- verwaltungsbehörde kamen vier Wappenschilde zu Stande, zur Aufstellung in den Fenstern des alten, gotischen Münsters zu Bern bestimmt. Sie wurden nach Originalien von E. Wyss vollendet, und zeichnen sich durch heraldische Haltung sowohl, als durch Farbenpracht zur Verwunderung aller Kenner aus, und man glaubte sie den Werken ausgezeichneter Meister anreihen zu dürfen. Ausser diesen führten beide Künstler noch eine Menge kleinerer Wappenschilde aus, worunter 1824 das Wappen der Fa- milie Pourtales von Neuenburg die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zog. Sowohl die musterhafte Zeichnung, als auch die glän- zende Färbung, worin vorzüglich das reinste Azurblau und das

prachtvolle Goldroth sich anscheinen, haben selbst die strengsten

Kenner dieser Art von Malerei vollkommen befriedigt. Das Roth gibt dem der Alten nichts nach, und Müller besitzt sogar die Kunst,

diese schöne Farbe nach Belieben stärker oder schwächer auf, verschiedene Art zu nuanciren. Nur in Bezug auf das Grün brachte es der Künstler nicht zu gleicher Vollkommenheit. So glaubte man damals, und sprach es, wie Obiges beweiset, auch in öffentlichen Blättern aus. Auf eine viel höhere Stufe gelangte indess diese Kunst in München. S. Frank.

Ein günstiger Umstand für Müller ist, dass sein Bruder Georg, ein gewandter, mechanischer Kopf, sogleich das Ausschleifen in den farbigen Glasstücken und das Einfassen der Scheibenstücke zu vollständigen Glasscheiben unternommen hat. Mittlerweile machte aber Jakob Müller in sehr kurzer Zeit auch namhafte Fortschritte im Zeichnen, während er meistentheils eine farbige Zeichnung auf Papier zum genauen Vorbilde genommen, um ein gelungenes Kunst- werk hervorzubringen. Doch in neuester Zeit scheint Georg Müller noch zu viel grösserer Vollkommenheit gelangt zu sein. Die Akademie der Künste gab ihm in Berlin ein Certificat seiner Wiederer- findung der Glasmalerei des Mittelalters. Arbeiten von ihm sind in St. Petersburg, Frankreich und Italien. Zu seinen letzteren Ge- mälden gehören vier acht Fuss hohe brillante Glasfenster, für Lau- sanne bestimmt.

Müller, Jakob, Maler von Nürnberg, wurde 1811 geboren, und als er an der Kunstschule seiner Vaterstadt die Anfangsgründe der Malerei erlernt hatte, begab er sich 1858 zur weiteren Ausbildung auf die Akademie der Künste in München. Gegenwärtig lebt Müller als ausübender Künstler in Nürnberg.

Müller, Jan, Kupferstecher, ein Holländer von Geburt, aus Am- sterdam, wie einige glauben. Seine Lebensverhältnisse kennt man nicht, nur mutmasslich kann man seine Geburtszeit um 1570 bestim- men, da er, nach den Daten seiner Blätter zu urtheilen, schon 1580 gearbeitet hat. Andere, die letzteren, sind von 1625, und so nimmt man annehmen, dass der Künstler nicht lange mehr nach dieser Zeit gelebt hat. Bartsch (P. gr. III. 265 ff.) beschreibt 87 Blätter von Müller, und was das Urtheil über selbe anbetrifft, lässt er jenem des M. Levêque volle Gerechtigkeit wiederfahren, indem jener die Verdienste des Künstlers am richtigsten würdigt. Müller ist leicht derjenige Künstler, der den Grabstichel am kühnsten geführt hat, und er wird daher immer würdig sein, von denen, die sich

Müller; Jan. 4 569

In diesem Theile auszeichnen wollen, studiert zu werden; müssen sie das Uebertriebene, wozu er verleiten kann, durch Geschmack zu mässigen wissen. Keiner verstand das Mechanische seiner Kunst besser; es ist unmöglich mit mehr Leichtigkeit in das Kupfer einzuschneiden, und sehr schwer mit so wenig Strichen, wie er, die verschiedensten Gegenstände darzustellen. Man ist erstaunt zu sehen,

mit welcher Geschicklichkeit er eine und dieselbe Taille zwingt, ihm in der Darstellung einer ganzen Figur zur ersten oder zweiten zu dienen, und eine dritte nie anders braucht, als in einer kleinen Partie, die er aufopfern wollte. Bei dieser weisen Sparsamkeit kann man ihm doch weder Monotonie in der Behandlung, noch in der Wirkung des Ganzen vorwerfen. Alle seine Gründe sind in Bearbeitung und Ton kunstreich abgewechselt, und zu allen diesen Verzügen geangte er nur als ein correcter Zeichner. In den Extremitäten ist er nicht von Manier frei, woran zuweilen seine Vorbilder Ursache sein mögen. Da er, um zu impastiren, keinen Gebrauch vom Punktiren machte, und hartnackig bei der Anwendung seiner zwei Taillen blieb, so bildeten solche öfter übertriebene Rautenformen, woraus ein dem Auge unangenehmes Korn entstand, was man mit dem Rückgrate der Makrele verglich. Seine Blätter sind sehr gesucht, besonders die Bildnisse, und seine Stiche nach eigener Zeichnung. Die Addresse des Hermann Müller auf seinen Blättern scheint zu beweisen, dass er für dessen Verlag Mehreres gearbeitet hat. Von diesem H. Müller dürften nach Bartsch dann einige unserm Künstler zugeschriebene, mittelmäßige Blätter sein.

Blätter nach eigener Zeichnung.

  1. Das göttliche Fest des Balthasar, Königs von Persien. Cernite Chaldei etc. H. 12 Z. 6 L., Br. 14 Z. 0%.

  2. Die Anbetung der heil. Könige. En, Deus humana etc. 1508. H. 12 Z. 2 L., Br. 16 Z. .

  3. Die Taufe Christi, Christe Salvator Mundi etc. H. 11 Z. 3 L.

Es gibt Drücke ohne Müller’s Namen, oder ohne das Wort Jehova in Mitte der Engelglorie. Der untere Rand ist breiter; er hält links 14 und rechts 12 Linien. Diese Abdrücke sind selten. Die zweiten Abdrücke haben Müller’s Namen und das Wort Jehova.

  1. Magdalena zu den Füßen des Kreuzes. Unius ob culpam etc. Oberer Rand H. 11 Z. 2 L., Br. 7 Z. 4 L.

  2. Christus im Grabe zwischen zwei Engeln sitzend. Horror coeli etc. Oben abgerundet. H. 15 Z. 9 L., Br. 10 Z. 9 L.

  3. Die heil. Familie auf der Flucht nach Ägypten unter einem Baum ruhend. Quid mortem infanti etc. 1503. H. 7 Z. 9 L., Br. 7 Z. 4 L.

  4. Die heil. Jungfrau mit dem segnenden Kinde; Salue virgo etc. H. 8 Z. 10 L., Br. 6 Z. 2 L.

Die spätern Abdrücke haben C. de Jonghe’s Addresse.

  1. Lucretia tödtet sich mit dem Dolche. Non ego me poena etc. Ohne Namen des Stechers. H. 6 Z. 7 L., Br. 8 Z.

  2. Cleopatra legt zwei Schlangen an die Brust. Ausonias dum victa etc. H. 6 Z. 1 L., Br. 8 Z. 4 L.

  3. Morkur umarmt die Nymphe Lara. Garrula lingua cave etc. Rund, Durchmesser 5 Z. 10 L.

  4. Venus neben Amor auf Wolken. Quis evadet. Oval. H. 1 Z.

Müller, Jan.

  1. Marpocrates, Büste. Digito compesce etc. 1503. H. 17 Z. 9 L., Br. 13 Z. 3 L. —

  2. Chilon von Sparta, Büste. INOI ZEATTON. 1506. In gleicher Grösse.

Die späteren Abdrücke haben Dankerts Addresse.

  1. L. Z. H. 6. Pieghei, Kunstliebhaber. 1614. H. 2 Z. 10 L., Br.

  2. Nicolaus Grudius, Rath Carl V., Büste. H. 4 Z., Br. 2 Z.

  3. Adrian Marius, Canzler Carl V., Büste. In gleicher Grösse.

  4. Johannes Secundus, Dichter. In gleicher Grösse.

  5. Judocus Buyck, Bürgermeister von Amsterdam. H. 4 Z. 10 L.,

  6. Eberhard Reidanus, Rath Wilhelm’s von Nassau. H. 6 Z. 10 L., Br. 5 Z.

  7. Johannes Fontanus, Docteur med. Fons vitae Christus. H. 6 Z., Br. 4 Z. 11 L.

  8. Georg Olzome Spranger, Maler, Büste. 1607. H. 9 Z. 6 L., Br. 8 Z. 8 L.

Die späteren Abdrücke haben Dankerts Addresse.

  1. Johann Sweling, Organist, 1624. H. 6 Z. 1 L., Br. 4 Z. 10 L.

Blätter nach verschiedenen Meistern,

  1. Die Marter des heil. Sebastian. Cum fera tela etc., nach J. v. Aachen. H. 18 Z. 7 L., Br. 12 Z. 5 L.

  2. Johann Beuckels, König der Wiedertäufer, Johan van Leyden, etc., nach Aldegrevers. H. 11 Z. 9 L., Br. 8 Z. 9 L.

  3. Bernard Knipperdolling, Chef der Wiedertäufer. Waerhafftich Gheconterfect Kernt etc., nach demselben. In gleicher Grösse.

  4. Die heil. Familie in einer Landschaft. Johannes infantem infans etc., nach Th. Bernardus (Barentsen). H. 12 Z. 6 L., Br. 10 Z. 8 L.

  5. Die Erweckung des Lazarus. Heu quam difficile est etc., nach A. Bloemaert. H. 12 Z. 9 L., Br. 17 Z. 8 L.

In den ersten sehr seltenen Abdrücken ist der linke Fuß des Lazarus nicht vollendet, und Bloemaert’s Name fehlt.

  1. Das Abendmahl. Coenantibus autem eis etc., nach G. Coignet. Grosses Blatt von 3 Platten. H. 15 Z. 3 L., Br. 24 Z.

  2. Der Tod Abel’s, Impius, ecce Cain et., nach C. Cornelis. Mit erstaunlicher Freiheit gestochen, und das Hauptwerk des Künstlers, doch selten in guten Abdrücken. H. 12 Z. 5 L., Br. 15 Z. 4 L.

  3. Der Kampf des Ulysses mit Irus. Sponsos Penelopes etc. 1580, nach C. Cornelis. H. 15 Z. 3 L., Br. 12 Z. 3 L.

Der größte Theil der Abdrücke ist mit H. Goltzius excud. bezeichnet, weshalb man das Blatt dem Golzius beigelegt hat. Es ist von J. Müller gestochen und auf den späteren Abdrücken steht über jenem des C. Cornelis teig Name.

Diese Blätter tragen nicht Golzius, sondern J. C. Visscher’s Addresse.

  1. Die drei Parzen. Tres tria lanificae etc., nach C. Cornelis. Ohne Namen des Stechers. H. 10 Z. 7 L., Br. 9 Z. 3 L.

  2. Arion auf dem Delphin spielt die Lyre. Quisquam igitur

Müller, Jan, 574

etc. Nach C. Cornelis. Ohne Name des 8teohero. H. 12 Z. 4 L., Br. 13 Z. 1 L. Die späteren Abdrücke haben J. C. Vischer’s Adresse, 33) Die, Fortuna ihre Gaben austheilend. Me rerum dominam celebrant etc., nach C. Cornelis. Gemälde, jetzt bei Vallardi in Mailand. Grosses Blatt von zwei Platten. H. 18 Z. 2 L., Br. 33 Z. Sehr selten. 34) Theodor Coornhaert, Kupferstecher, nach C. Cornelis. H. 5 Z. Ö L., Br. 4 Z. 8 L. 35 — 41) Die Schöpfungsgeschichte. Folge von 7 Blättern, nach H. Golzius. Rundung; Durchmesser 9 Z. 9 L. 42 — 55) Die Passion, Folge von 14 Blättern, nach L. van Ley- den copirt. H. 14 Z. 3 L., 2 Z. 9 ½ – 10 L. 56) Christian IV. von Dänemark, nach P. Isaac. 1625. H. 14 Z., 57) Der Leichnam Christi im Grabe von einem Engel betrachtet. Quod sitis humanae rapit etc. H. 6 Z. ½ 58) Moritz, Prinz von Ortenau, Graf von Nennau, nach M. Miereveld. Meuterhaft in Darstellung des damaschirten Cuirasses. H. 13 Z. 11 L., Br. 10 Z. 8 L. 59) Ambros Spaola, Ritter und Heiligenmutter, nach Miereveld. H. 13 Z. 11 L., Br. 10 Z. 7 L. 60) Johann Neyen, Franzose, als Gesandter ebendort, nach Miereveld. H. 10 Z. 31 L., Br. 8 Z. 4 L. Ein Hauptblatt unter Abdrucke. 61) Christian IV., von Dänemark, Büste nach R. Rit. H. 6 Z. Br. 4 Z. 5 62) Albert Erzherzog von Österreich, nach Rubens. H. 15 Z. 8 63) Isabella Clara Eugenia, Infantin von Spanien, Beherrscherin der Niederlande, nach Rubens, das Gegenstück, ein Hauptblatt in gutem Drucke. 64) Loth von seinen Töchtern berauscht. Dum flamma patriam gc, gngubhch nach Spranger’s Zeichnung. H. 14 Z. 8 L. 65) 31e AÖnl;::tuug der Hirten. Hei mihi! quo male etc. H. 20 Z., r. 1 66) Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoosse, daneben Joseph und zwei concertirende Engel. Vt:sacer hic pa- rili etc. H. 10 Z. 9 L., Br. 7 Z. 11 L. 67) Merkur führt der Minerva einen jungen Menschen mit der Ochsenhaut zu, wie sich dieser zu ihren Füssen wirft. Im- agro juveni specioso pelle bovina etc. Nach Spranger schrieb Knec pro themate G. S. C. I. D. I. C. I. X. C. H. D. D. etc. H. 7 Z. 10 L., Br. 6 Z. 3 ½ L. 68) Die Liebeschaft der Venus mit Merkur. Ad Veneris etc., nach Spranger. H. 13 Z. 9 L., Br. 10 Z. 69) Minerva giebt dem Perseus die Waffen, nach Spranger, ein eines der merkwürdigsten und schönsten Blätter des Meisters; die Formen sind fast nur mit einer Taille ausgebracht. H. 21 Z., Br. 14 Z. 8 L. 70) Amor sucht die Psyche im Bette. Qui venit nlturu. etc., nach einem Basrelief Spranger’s. H. 13 Z. 5 L., Br. 19 Z. 3 L. 71) Der Satyr, welcher dem Faun einen Dorn aus einem Lauern zieht. Sympethos haud jyvat; etc., nach Spranger. H. 6 L., Br. 7 Z. 8 L. Im zweiten Drucke liest man: Ni juvatum afflictis moerentem :etc.

Müller, Jan.

  1. Minerva von Hercules und Mars in den Tempel der Unsterb- lichkeit geführt. Hua adsis, verae quem etc., nach Spran- ger. H. 8 Z. 3 L., Br. 5 Z. 4 L.

  2. Die Nymphen der Erde bringen der Venus die Erstlinge der Blumen, Früchte und Thiere. En Veneri ter grata etc., nach Spranger. H. 9 Z. 7 L., Br. 7 Z. 4 L.

  3. Bacchus und Ceres verlassen die Venus, Ab, venus extincto etc. H. 18 Z., Br. 12 Z. 11 L. R. Guidi copirt6 dieses

  4. Bellona begleitet das Heer des Kaisers auf dem Zuge gegen die Türken. En Bellona ciet turmas etc., nach Spranger. H. 24 Z. 6 L., Br. 18 Z. 6 L. Die späteren Abdrücke haben G. Valk’s Addresse.

  5. Die Malerei, Sculptur und Architektur, von den Türken ver- trieben, fliehen in den Olymp, nach Spranger. In zwei Platten; Allegorie unter dem Namen der Apotheose der Künste bekannt. H. 24 Z. 4 L., Br. 18 Z. 3 L.

J. Turpin hat dieses Blatt von der Gegenseite schr genau co- pirt. Er brachte das Wappen des Marcel Vestrio Barbiano an, dem das Blatt dedicirt ist: Triumphus virtutum etc. In gleicher Grösse.

77 — 79) Ein Römer, welcher eine Sabinerin raubt, nach ei- nem Modell des A. de Vries. H. 16,2 Z. 0 — 10 L., Br. a) Die Gruppe mit dem Römer vom Rücken. En tibi Romane etc. Im späteren Drucke mit Dankert’s Addresse.

b) Gruppe mit dem Römer en face. Sic pubes Romana etc. c) Gruppe mit dem Römer im Profil. Quis genus humanum etc. Diese drei Blätter sind mit aller Kunst gestochen; die Formen drückte Müller fast nur mit einer Taille aus.

  1. Cleopatra lässt sich von der Schlange beissen. Prodiga luxuges 1;rum etc., nach A. de Vries. H. 13 Z. 7 L., Br.

  2. Apollo im Begriffe auf die Schlange Python zu schiessen. Vt Deus frcitenens etc., nach de Vries. H. 14 Z. 7 L., Br. 82 — 84) Merkur entführt die Psyche, nach einer Bronzegruppe von A. de Vries, in drei Blättern. H. 18 Z. 8 — 10 L., Br. a) Merkur im Profil, Jussu Rudolphi II. Caesaris etc. b) Merkur en face. c) Merkur vom Rücken. Die Inschrift ist auf allen drei Blättern gleich.

  3. Die Klugheit. Quis Natura dedit formam etc., nach de Vries. H. 11 Z. 1 L., Br. 7 Z. 1 L.

  4. Die Ansicht der Fontaine auf dem Weinmarkte zu Augsburg, mit den Grazien, dem Kampf des Herkules, nach den Zeich- nungen der Modelle des A. de Vries errichtet, und von J. Van Aachin zum Stiche gezeichnet 1602. H. 21 Z., Br.

  5. Die Bronzestatue auf dieser Fontaine, Herkules mit der H derstellend, nach de Vries. H. 18 Z. 0:1 L., Br. 13 Z. Die späteren Abdrücke haben N. Visscher’s Addresse. Die Abdrücke, wo das Piedestal nicht völligendet ist, sind selten.

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