Milano, Giovanni da

Milano, Giovanni da, ein ausgezeichneter, bisher zu wenig ge- würdigter Künstler, war, wie Vasari erzählt, der Schüler oder Gehülfe des Taddeo Gaddi,; dem er in der Anmuth der Geberde und Schönheit des Charakters verwandt ist. Indess entwickelte er nach v. Rumohr’s Behauptung, (ital. Forsch. II. 83 ff.) in seinen ausnehmend vollendeten Bildern eine so weit über andere Leistungen seines Zeitalters hinausgehende Annehmlichheit der Manier und Abbildung der Form, dass nur aus dem Vorurtheile für Giotto, zum Theil vielleicht selbst aus der gewerbsmässigen Richtung der alten toskanischen Maler zu er- klären ist, dass er unter seinen Zeitgenossen keine Nachfolge und selbst, wie das Stillschweigen des Ghiberti anzudeuten scheint, nicht einmal die gehörige Anerkennung gefunden,

Vasari, nennt ihn an einer Stelle zu Ende des Lebens des Tad- deo Gaddi Giovanni Milanese, v. Rumohr. schliesst aber aus der Inschrift einer Tafel, die sich in der sala delle macchine der flo- rentinischen Akademie befand, dass Vasari in dem Namen dieses Künstlers geirrt, und die Benennung da Milano, statt auf den Maler auf die Vaterstadt gedeutet habe. Auf der bezeichneten Ta- fel nennt sich nämlich der Maler Giovanni, da Melano, woraus Rumohr Anlass nimmt, den Künstler Giovanni da Melano zu nen- nen. L. v. Schorn in der Anmerkung zum Vasari I. 293 tritt die ser Meinung nicht bei, indem die Präposition da in der Regel das Vaterland bezeichne, während di zur Bezeichnung des Vaters gebraucht wird. Ferner könnte der Name der Stadt Milano in der Inschrift des Bildes wohl nach der Volkssprache in Melano verun- staltet seyn.

Die Tafel, welche den Namen des Künstlers und die Jahreszahl 1305 trägt, enthält einen toten Christus, den Maria und Magda-

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