Mihes, Julie

Mihes, Julie, Malerin aus Breslau , die Gattin des Custos A. Primitives in Wien , erlernte die Anfangsgründe der Kunst in ihrer
Vaterstadt, und begab sich dann zu weiterer Ausbildung nach
Dresden . Hier copirte sie van der Helst’s schönes Bild der alten
Frau mit der Enkelin an der Hand, und wusste hierin die Wahr-
heit und Naivetät des Originals vollkommen zu erreichen. Zu ih-
ren früheren Werken gehört auch die Copie einer heil. Familie
nach A. Carracci, die Taufe des Heilandes nach Perugino, die
Geliebte des Palma vecchio nach diesem, 1820 in Wien gemalt,
und eine Madonna mit dem Kinde nach Titian, zwei Bilder im
Besitze schlesischer Kunstfreunde. Diese Bilder wurden zwischen
1820 und im Kunstblatte gerühmt, so wie das Bild der heil.
Jungfrau mit dem Kinde, nach einem Wasserfarbengemälde, an-
genommen von van Eyck, im Grossen in Öl ausgeführt. Man rühmte
die Kraft und Gluth der Farbe. Nach einem von ihr gemalten
Christuskopf des Giorgione fertigte John für das Taschenbuch
Aglaja einen Kupferstich.

Ein anderes umfassendes Werk, welches sie 1821 in Wien begann, ist die lithographirte Nachbildung von A. Dürer’s berühm-
ter heil. Dreieinigkeit im Belvedere daselbst. Dieses Werk besteht
in mehreren Blättern, die zusammen die Originalgrösse haben,
unter dem Titel:

„Die Verehrung der heil. Dreieinigkeit.“ Nach dem Original-
gemälde von Albrecht Dürer in Umrissen auf Stein gezeichnet von Julie Mihes. 15 Blätter Abbildungen, 1 Blatt Text
und Dedication an den Minister von Altenstein.

Dann lithographirte sie auch eine Mater dolorosa, nach P. Veronese, fol.

J. Mihes trat 1823 in Wien mit A. Primisser in ein eheliches Verbündniss.

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