Mignot, Pierre. — Mignon

Mignot, Pierre. — Mignon, J.

... ster einige Zeit, und erreichte da einen solchen Grad von Vollkommen-

heit, dass nur noch der Meister de Heem und van Huysum über

ihm standen. Er malte Alles nach dem Leben, die Blumen zur

Zeit der schönsten Blüthe, die Früchte in voller Reife, und dar-

über ergoss er oft Tropfen, die man wegwischen zu können

glaubt. Seine Papillons, die Fische, die Raupen und andere In-

sekten scheinen zu leben, überall ist vollkommene Nachahmung

der Natur in ihrem schönsten Lichte. Die ausgezeichnetsten

Galerien haben Gemälde von ihm, und wenn alle so schön sind, wie

z. B. der Korb mit Früchten bei einem Eichstamme, mit Vogel-

nest, Fischen, Raupen und andern Insekten in der k. Pinakothek

zu München, so sind diese Bilder Zierden jeder Sammlung. In

dieser Galerie sind auch noch drei andere schöne Bilder, so wie

anderwärts, in Dresden , Pommersfelden u. s. w., In der Galerie

des Louvre sind deren fünf, meist treffliche Gemälde, die bis auf

die geschmackvolle Anordnung, die Klarheit und Wärme des Tons

und die Weiche des Vortrags denen des de Heem sehr nahe kom-

men. Einige sind indessen meisterlich ausgeführt, andere im Ein-

zelnen hart und kalt im Ton, zerstreut in der Anordnung.

Mignon liess sich in Wetzlar nieder, und starb da 1679.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_AY_rAAAAMAAJ/