Mieris, Frans van

Mieris, Frans van, de Jonge, Maler und Sohn des Obigen, wurde 1689 geboren, und auch er malte verschiedene Genrebilder im Geschmacke seines Vaters und Großvaters, doch nicht mit glei- cher Kunst. Er zeichnete und malte auch Bildnisse. Sein eigenes und jenes seines Onkels Jan van Mieris kamen in die Sammlung von de la Court in Leyden, welche 1766 erkaufen wurde. In dem R. Weigel’schen Kunstkatalog ist von seiner Hand die Kreidezeich- nung auf blaues Papier, das Bildnis seines Vaters Willem van Mieris, Halbfigur, mit der Brille in der Hand. J. Houbracken stach nach ihm das Bildnis des Sigebertus Havercampus, Profes- sors der Geschichte, so wie jenes des Gerard van Loon, oad XL, 5 MDCCXXII. Halbou stach: Le buveur trop grave, mit acht fran- zösischen Versen; Demarteau stach ein Blatt mit einem Frauen- und einem Mannskopf. Als sein Hauptwerk, und sogar als Mei- sterstück, nennt F. de Burtin, Traite etc. II. p. 252, das Bild des Cyrus, der als Kind den wilden Tieren ausgesetzt wird, nach dem ersten Buche des Herodot. Burtin sagt, dieses treffliche Bild sei in breiter Manier behandelt, von köstlicher Vollendung, von

Jan van Mieris, Maler, Sohn von Frans van Mieris sr., wurde 1660 zu Leyden geboren; er genoss den Unterricht seines Vaters, folgte aber der Kunstweise der beiden ältern Mieris nicht, sondern verlegte sich auf die Malerei im Grossen. Er hielt sich eine Zeit in Deutschland auf, ging dann nach Florenz, wo ihn die Freunde des Vaters dem Herzoge vorstellten, der Künstler aber, wegen seiner Religion betreffenden Zumuthungen, bald wieder verließ und sich nach Rom begab. Auch hier lag er nur kurze Zeit der Kunst ob, weil ihn, wie überall, heftige Steinschmerzen quälten; bald darauf starb er, erst 30 Jahre alt.

Blooteling stach nach ihm eines seiner schönsten Blätter, das Bildnis eines Hemskerk: Terwyl ‘t Vreemdeling dees Stomme sprak, etc., Act. 74 Anno 1687. Wilhelm die Welle Wil, Füssly spricht im Supplemente von dem Bildnis eines Wilhelm van Mieris (Nil), was dieser Hemskerk ist.

Franz van Mieris der jüngere, auch als Schriftsteller gerühmt werden, so wie er denn überhaupt ein sehr gelehrter und rechtshaffener Mann war,

  1. Beschrijving der Bisschoplycke Munten en Zegelen van Utrecht, hyı zonder Vrigh,gaers van den Oorsprong, de Benaming, van Geld etc., Te Leyden, 1726.

  2. Historie de Nederlandsche Vorsten uit de Huizen van Beyeren, Bourgonje, Oosterryk, welke sedert A. regering van Willem I. Brug: van Hollandt, tot de dood van Keizer Karel V, het hoog gezag aldaer hebben gevoert etc. Eerste Deel. Haag 1732, gr. fol. Die Münzen sind von Mieris selbst auf das genaueste gezeichnet, fol. 75.

  3. Groot Chagterboetk der Graven van Holland, van Zeeland en Heeren van Vriesland begintende, met de eerste en oudste Brieven van die Landstreken, en eindingende met den dood van onze gravimne Vrouwwe Jacoba van Beyeren, etc. Tom. I. II., Leyden 1753. Tom. I. IV., Leyden.

  4. Handvesten der stad Leyden. Leyden 1750, fol.

Von seiner Geschichte von Leyden erlebte er nur die Herausgabe des ersten Theils, den zweiten Band mit Zusätzen zum ersten, besang Daniel van Alphen. Er gab noch mehrere Schriften heraus. S. desswegen: Naamtegister van bekendate, en meest in gebruik zijnde Nederduitsche boeken, Amsterdam 1788. B.N.

Mieris starb 1762.

den Maler mit dem Weinpokale, Halbfigur in Oval. Das Gegenstück bildet eine junge repntzle Dame, von demselben Meister gestochen, und schöne Blätter.

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