Michallon, Claude, Bildhauer, geboren zu Lyon 1750, gestor- ben zu Paris 1790. Dieser zu seiner Zeit berühmte Künstler ge- noss seine erste Bildung in Lyon , und dann ging er nach Paris, um an der Akademie daselbst seine Studien fortzusetzen. Im Jahre 1784 gewann er den ersten Preis der Sculptur, der in einer Pen- sion zur weiteren Ausbildung in Rom bestand. Sein erstes Werk in Rom war das Grabmal des Malers Drouais in St. Maria in Via Jata. Es wurde dafür ein Concours eröffnet, in welchem Mi- challon den Preis gewann, und nun ging es an die Ausführung, ohne allen Lohn; der Künstler gab noch obendrein seinen Bei- trag zu Anschaffung des Materials. Es ist dies ein Basrelief mit den allegorischen Gestalten der Malerei, Plastik und Architektur, die sich beeifern, den Namen des zu früh verstorbenen Künstlers auf einer Pyramide zu verewigen. Oben ist Drouais Bildnis en Medaillon. In Landon’s Annales VII. 00 ist das Monument ohne Medaillon abgebildet, vollständig im Pausanias français. Er fer- tigte auch die Büste Winckelmann’s, jene des Jean Goujon u. a. Es finden sich auch einige Statuen und Basreliefs von ihm, doch mehr aber Studien, die er in Rom und anderwärts machte. Er liebte die Kunst leidenschaftlich, und in allem, was er schuf, of- fenbarte sich sein Sinn für die Auffassung der Alten: Michallon starb an den Folgen eines Sturzes vom Gerüste während der Arbeit in einer Kirche.
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