Michaelis, Gerrit Jan, Landschaftsmaler , wurde 1775 zu Amsterdam geboren, und sein Vater, ein nicht unverdienstlicher Bildhauer, gab ihm Anleitung zur Kunst. Der junge Michaelis übte sich mit Eifer im Zeichnen, zum Wohlgefallen seines Vaters, der es auch recht gern sah, als ihm der Miniaturmaler G. N. Ritter aus Gütlichkeit einigen weiteren Unterricht ertheilte. Auf Ritter’s Anrathen brachte ihn der Vater nach zweijähriger Übung zum Maler Jur. Andriessen in die Lehre, unter dessen Leitung er auch gründliche Kenntnisse in der Perspektive erlangte, und dann lehrte er ihn ebenfalls den Pinsel führen. Drei Jahre genoss er den Unterricht dieses Meisters, der auch auf den wissenschaftlichen Theil
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der Kunst einging, endlich aber fing er an, mit allem Eifer nach der Natur zu zeichnen und zu malen. Im Jahre 1805 erhielt er den zweiten Preis der Gesellschaft Felix Meritis, mit dem Bilde, welches Schlussruinen in landschaftlicher Umgebung bei stürmi- schem Herbstwetter darstellt. Von dieser Zeit an sah man auf den Kunstausstellungen zu Amsterdam , Utrecht , Gelderland , Harlem Gemälde von ihm, und diese Werke wurden immer mit grossem Beifall aufgenommen, so wie denn dieser Künstler überhaupt zu den vorzüglichsten Landschaftsmalern seines Vaterlandes gezählt wird. Seine Landschaften und Ansichten sind mit Meisterschaft behandelt, von lieblichem und angenehmen Ton, und wirksam in glücklicher Anwendung von Licht und Schatten. Seine Gemälde und Zeichnungen gingen in ansehnliche Kunstsammlungen über, wie in jene von Brentano, Jolles u. a.
Michaelis wurde correspondirendes Mitglied der vierten Classe des k. niederländischen Instituts.
Michaelis, s. auch Michelis.
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