Micarino, Kupferstecher von Siena (Micarino de Senis), angeblich Beiname von Domenico Beccafumi, der sich auch Mecharino nennt.
Micarino fec. steht auf einem geistreich radirten Blatte, welches Cain vorstellt, wie er den Bruder tötet, fol. Dieses seltene Blatt beschreibt Heinecke p. 360. Vergleicht man dieses Blatt mit eini- gen andern, die dem Beccafumi beigelegt werden, so wird man geneigt, einige einem ältern Künstler beizulegen, und den Mica- rino als den jüngern zu bezeichnen, so wie auch schon Gandellini den Micarino von Beccafumi trennen zu müssen glaubte, nur aber meint er, Micarino sei einer der ältesten Kupferstecher . Auch Brolliot hält ihn für jünger als Beccafumi, was er aus einem dem Beccafumi beigelegten Stiche, der unter dem Namen Deucalion bekannt ist, schliesst. Er stellt zwei akademische Figuren in einer Landschaft vor, die eine stehend, die andere auf dem Boden lie- gend. Das Gemälde des Dom. Beccafumi, nach welchem dieses Blatt gestochen ist, befindet sich in Casa Agostini zu Siena , der Stich aber, welchen Vasari dem Beccafumi selbst beilegt, ist sicher nicht so alt, als das Gemälde. Er ist mit Micarino E, bezeichnet. Vicozzi betrachtet seinen N. Micarino ebenfalls als von Beccafumi verschieden, und er sagt, dieser dunkle Künstler dürfe mit Meca- rino (Dom. Beccafumi) durchaus nicht verwechselt werden.
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