Meyerpeck, Wolfgang, Maler und Formschneider , auch Meyer- heck, Meierspeck, Meyerpergk genannt, ein Künstler, dessen Lebensverhältnisse ziemlich unsicher bekannt sind. Er soll in Zwickau im Erzgebirge geboren worden sein, während Papillon ihn einen Meissner nennen. In Zwickau war er wenigstens der erste Buchdrucker , und 1550 verlegte er seine Offizin nach Freiburg, oder legte vielmehr eine neue daselbst an. In Schmidts® Chronica Cygnea oder Beschreibung der Stadt Zwickau 1656 heißt es auch, dass Meyerpeck 1578 in Zwickau gestorben sei, was wohl nicht richtig ist; denn Dlabacz berichtet in seinem böhmischen Künstlerlexicon, dass 1597 ein Wol. Meyerpek zu Prag die Bela- gerung und Eroberung des festen Schlusses Filek in Kupfer gesto- chen habe. Dieser Meyerpeck ist wohl kein anderer, als unser Künstler , so dass sich demnach seine Lebenszeit weiter ausdehnt. Dann soll er auch im Dienste des bekannten L. Thourneisen zum Thurn, Leibarztes und Chymicus des Churfürsten von Branden- burg, gestanden sein, wohin er von Leipzig aus kam; allein der Hofmedicus klagt sehr über die Faulheit des Künstlers. Dieses mag in seinen jüngern Jahren geschehen sein.
Dieser Meyerpeck zeichnete und schnitt mit Georg Liberal die Tiere und Pflanzen zu dem Commentare des Mathioli über den Dioscurides, und Mathioli lobt ihn in der Vorrede wegen seines Fleisses wegen, den er beim Abzeichnen und Schneiden der Formen ent- wickelt hatte. In der spanischen Übersetzung des Dioscurides von Dr. A. de Laguna, Antwerpen 1555, sind schöne Copien der obi- gen Blätter. In A. de Pinet’s französischer Übersetzung, Lyon 1627, sind verkleinerte Copien. KT
Dann erwähnen wir von ihm:
- Die Begräbnissfeier des Kaisers Ferdinand zu Wien 1565, mit dem Titel: Parentatia divo Ferdinando Caesari etc. excudebant Aug. Vind. Wolfgang Meyerppeck et Joach. Sorg
- Es sind dies 23 radirte Blätter in Amman’s oder Zyndt's Manier, nach Frenzel (Catalog des Grafen Stern-
Meyn
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