Meyerheim, Friedrich Eduard, Zeichner, Maler und Lithogra- pher in Berlin, der ältere dieses Namens, und ein trefflicher Künstler unserer Zeit. Er besuchte zuerst die Akademie der Künste in Berlin , und hierauf ging er nach Düsseldorf , um seine Studien weiter zu verfolgen. Diese waren sehr glücklich, da ihn ein treff- liches Talent unterstützte, und man sah bald erfreuliche Proben seiner Kunst. Gegenwärtig gehört Meyerheim zu den vorzüglich- sten Künstlern seines Faches, was eine bedeutende Anzahl von Werken beurkundet. Es sind dieses Landschaften und Genrestücke, deren einige in Öffentlichen Blättern verdiente Anerkennung fan- den, da überhaupt seine Bilder in Correctheit der Zeichnung, in
Meyerheim, Wilhelm Alexander. 1822–1888
Haltung und charakteristischer Ausdruck auf das genügendste hervortreten. Nicht selten ist auch die Ausführung bis auf die kleinsten Details mit Liebe ausgedehnt, um der Wirkung des Ganzen Eintrag zu thun. Seine Färbung ist ebenso wahr, als gelegentlich. Als wahres Cabinetstück wurde 1833 die malerische Aussicht auf einige Punkte der Stadt Tangermünde gepriesen, und die Abbildung davon ist in den Denkmälern der Altmark. Meyerheim zeichnete nämlich mit J. H. Strack die architektonischen Denkmäler der Altmark Brandenburg ; und beide Künstler unternahmen zugleich auch die lithographische Ausführung dieses Prachtwerkes. Es erschien von 1835 an in gr. qu. fol., mit Text von Dr. F. Kugler.
Die oben erwähnte Ansicht von Tangermünde hat der Künstler auch in Ölfarben ausgeführt, so wie sich denn mehrere architektonische und landschaftliche Darstellungen von ihm finden. Im Jahre 1836 sah man von ihm die Darstellung eines Scheibenschiesens; von westphälischen Bauern, mit mehr als 30 Figuren in den ausgeführtesten und deutlichsten Zügen. Der Meisterschuss ist beendet, und daher schreitet der König des Tages hestern und bebändert beim Schalle der Trompete und der Clarinets mit freudestrahlendem Gesichte einher. Alles ist herrlich durchgeführt, in so kleinem Raume, dass die Gesichter fast nur in Erbsengröße erscheinen. Näher beschrieben ist dieses treffliche Bild in den Berliner Nachrichten 1836 No. 246. H. Eichens hat das Bild lithographirt, so wie ein anderes, nicht minder anziehendes Gemälde, welches eine Kegelbahn vorstellt. Ein späteres Bild sind seine Altenburger im Korn, welches Meyerheim selbst in Stahl radirt hat. Ein Genrebild edler Art ist auch sein „Feierabend“, in einem Städtchen von altdeutscher Bauart, ein Bild bürgerlicher Sitte, bescheidenen Wohlstandes, friedlicher Güte, was Alles sich zum wohlthuendsten Eindrucke vereiniget. Näher beschrieben ist es im Kunstblatte 1837 S. 227. Nicht minder schön ist „des Jägers Lebewohl.“ Im Jahre 1838 wählte ihn die k. Akademie zu Berlin zum Mitgliede.
Altenburger im Korn, gemalt und in Stahl radirt für den Verein der Kunstfreunde im Preussischen Staate zu Berlin, u. fol.
Szene aus Göthe’s Faust für den Fürsten Anton Radziwil: Scenen aus Göthe’s Faust in 8 Blättern, nach der Angabe des Fürsten zu seiner zum Faust componirten Musik. Zeichnung und Lithographie sind von mehreren Meistern. Berlin 1836, gr. qu. fol.
Die 2 Blätter der oben erwähnten Denkmäler der Altmark, [101.
Danzig in seinem Innern und Äußern, 10 Ausichten nach der Natur gezeichnet und lithographirt, fol.
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