Meyer, Johann Heinrich, Zeichner und Kupferstecher , wurde 1755 in Zürich geboren, aber erst im 27. Jahre, nachdem er schon eine Reise nach Frankreich gemacht und sich im Gebiete der schö- nen Literatur umgesehen hatte, fand er durch L. Hoss und S. Gessner Gelegenheit zur Kunstübung. Anfänglich zeichnete er nach Gessner’s radirten Blättern, dann nach der Natur, und mit Hess durchwanderte er die Thäler der Schweiz . Im Jahre 1800 schrieb er die Biographie dieses Künstlers, nebst einem Verzeich- nis seiner Blätter. In der Ölmalerei übte sich Meyer nie, nur Transparente malte er. Den grössten Teil bilden seine Zeichnungen in Aquarell, Tusch und Sepia. Bei Weigel sind solche Zeichnungen zu 8 gr., 3 — 4.Thlr. zu haben. Von seinen lite- rarischen Werken nennen wir außer der 1800 erschienenen Bio- graphie des Malers Ludwig Hess noch die Biographie des Heinrich Freudweiler, Zürich 1796; den Text zu dem bei Füssli erschiene- nen Prachtwerke des Nigiberges; eine malerische Reise in die ita- lienische Schweiz, Zürich 1791. Seine Blätter sind im Geiste von L. Hess und Gessner componirt und radirt, in Aetzdrücken, voll- endeten Drücken, auf farbigem Papier, weiss gehöht, dies vom Meister selbst, Dekan Veith in Schaffhausen hatte 400 Blätter ver- schiedener Abdrücke.
Die Blätter zum helvetischen Almanach seit S. Gesener’s Tod von 1780 — 1798, 54 Blätter, 12.
Jene im neuen helvetischen Almanach von 1799 an.
Sechs Blätter in Ebel ’s Charakteristik der Bergvölker.
Die Blätter zu seiner malerischen Reise, 12 an der Zahl, nach L. Hess und eigener Zeichnung.
Ruinen, von Unterwalden, 12 geätzte Blätter, Zürich 1800.
Werner von Stans oder das unglückliche Unterwalden, 12 Blätter,
Der Bergfall bei Goldau, 2 Blätter, Zürich 1806.
Die Blätter in Stalder’s beschreibendes Endlibuch, in Bri- ndel’s Fussreisen, u. a.
Nagler’s Künstler-Lex., Bd. IX, 225
g) Denkmal auf Rudolph Schinz, 1700.
Denkmal auf Salomon Gessner, 1702.
Zwei schöne Blätter mit Eichbäumen, 1705, roy- fol.
Die helvetische Eidleistung auf dem Lindenhofe zu Zürich,
Zwei waldige Landschaften, 1700.
Das ehemalige Goldau, als Denkmal jener unglücklichen Bernergesellschaft, nach Maurer, und nach Füssly ein wun- derschönes Blatt.
Das Denkmal auf Georg Ott, Maler vom Schaffhausen.
Die Ansicht der Jungfrau mit der Ruine vom Unspunnen.
— Im ersten Drucke vor der Schrift.
Das Bildnis der Mdme. Geoffroy, kl. fol. Im ersten Drucke vor der Schrift.
Sechs historische Vignetten.
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