Meyer, Georg Friedrich, Maler und Radierer , wurde 1735 zu Mannheim geboren. Sein erster Meister war Daniel Hien, dann aber ging er nach Paris, wo Fr. Casanova sich seiner annahm. In Paris hatte er auch das Glück, den Herzog Christian IV, key-
v. nien zu lernen, und dieser nahm ihn mit sich nach Mannheim, wo er jetzt im Sommer nach der reizenden Natur jener Gegend,
und im Winter an der Akademie der erwähnten Stadt studierte, Im Herbst und Frühling besuchte er die Ufer des Rheins und des
Neckars, und da nun, so wie an der Bergstraße , fertigte er viele schöne Zeichnungen nach der Natur. Meyer hatte Talent, und
er wäre bei geregelter Lebensweise noch auf eine weit höhere
Stufe gekommen; allein seine nicht selten ausschweifende Weise hemmte seine Fortschritte und raubte ihm Gesundheit. Nach dem
Absterben seines Wohlthäters ging er mit geschwächter Gesundheit nach Paris zurück, und jetzt lebte er neben J. J. Rousseau beim
Marquis de Girardin zu Irrenvillc in stiller Ruhe. Im Jahre 1809
starb der Künstler, und auf der Schwaneninsel wurde er begraben.
In Paris wurden einige seiner Bilder in Kupfer gestochen; von Delaunay: La chute dangereuse; von Guttenberg: La troupe am- boulante und Nanette effrayce; von V. Vangelisti: L’abreuvir und
le berger sicilien. Von ihm selbst radirt sind:
- Le saut de Borzelbaum, qu. 8. s.
- La nouvelle troupe de danseurs, sauteurs et voltigeurs,
- Gebirgslandschaft, im Vorgrunde eine Heerde Schafe,
- — zwei Kühe und der Führer mit dem Hunde. Nach rechts
am Wasserfalle: Frederic Meyer f. 1767, kl. 4. Vortrefflich radirt, wie Breemberg. Selten.
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