Meusnier, Philipp

Meusnier, Philipp, Maler und Architekt , wurde 1655 zu Paris geboren, und von J. Rousseau in der Kunst unterrichtet. Dieser Mann erkannte Meusnier’s grosses Talent in Nachahmung von ar- chitektonischen Zierathen und Rosetten, und machte ihn desswegen mit den Grundsätzen der Architektur und Perspektive vertraut.

Hierauf ging er nach Rom , um die alten Denkmäler zu zeichnen; hier befasste er sich aber auch mit der Zeichnung von Figuren. Im Jahre 1683 malte er die Gärten zu Versailles perspektivisch aus, da er aber bald darauf in unangenehme Verhältnisse geriet, begab er sich in Dienste des kur. bayerischen Hofes. Nach kur- zer Zeit wurde er wieder zurückberufen, um neben A. Coypel die architektonischen Verzierungen des Palais royal zu malen. Das Schloss Marly verzierte er von Aussen. Dann malte er auch De- korationen für Theater, bei Festen, Feuerwerken u. s. w. Meusnier besass als Perspektivmaler ausgezeichneten Ruf, und die Könige Ludwig XIV. und XV. besuchten ihn in der Werkstätte, um seine Arbeiten bewundern zu können. Er hatte seine Wohnung im Louvre . Meusnier malte auch Figuren, die er als Staffage an- wandte, alles mit Geschmack und mit lebendiger Färbung; Im Jahre 1700 nahm ihn die Akademie unter ihre Mitglieder auf, und starb der Künstler ;

Sein gleichnamiger Sohn war Maler und Schüler des N. Largil- lière. Er arbeitete in London . Einer seiner Brüder war Ar-

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