Meus, Livius, auch Mehuüs geschrieben, Maler, geboren zu Ondenaerde 1630, gestorben 1601. Er kam in jungen Jahren nach Mailand , und dann nach Toscana, wo ihm ein Landsmann, Na- mens Carl, einige Anleitung in der Malerei gab. In Florenz ge- noss er Anfangs den Unterricht des G. Periccioli, und damals machte er sich durch Zeichnungen mit kleinen Figuren in Callovs und St. della Bella’s Manier dem Grossherzoge bekannt. Diese Federzeichnungen gefielen sehr wohl, und selbst della Bella suchte nach seiner Rückkehr aus Florenz die Bekanntschaft dieses Künst- lers. Dieser blieb indessen nicht beim Zeichnen stehen; der Fürst Mathias empfahl ihn dem Pietro da Cortona, dessen Unterricht er nicht lange mehr genoss. Meus kopierte mehrere gute alte Meister, ahmte nur in der Composition dem Pietro nach, und von den Venezianern machte er sich die freie und entschlossene Pinselführung zu eigen, Lanzi spricht sich über diesen Künstler mit Lob aus, und Fiorillo erklärt ein kleines Bild der Verlobung Catharinen’s, welches er zu Bologna bei J. A. Cecchini sah, als eines der lieblichsten Bilder der Welt. Meus malte grösstentheils Cabinetsbilder für den Hof und für adeliche Mäuser, wenig für Kirchen, Besonders lobte man sein Bild des Bacchus und der Ariadne, den er, mit G. Ferri wetteifernd, für den Marchese Ge- rini malte. Dieses Bild ist in der Galeria Gerini gestochen. Er erregte dadurch die Eifersucht des Ciro Ferri. In der florentini- schen Gallerie ist eine Verkündigung Mariä von Meus gemalt. T. ver Gruys hat dieses Bild gestochen, P. A. Pazzi stach sein in der Tribune zu Florenz befindliches Bildnis. Mogalli stach die Ver- kündigung Mariä, die Geburt Christi und den Riesenfall. St. della Bella ätzte 1650 die Einnahme der Festung Porto Longuone. Nach einer andern Nachricht soll der Künstler ebenfalls am Stiche Theil haben. Folgende Blätter legt Gandellini dem Künstler allein bei:
- Die Stadt und Festung Piombino, von Meus geätzt,
- Ein Titelblatt, nach Vanni, für die Accademia intronata von
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