Meuron de Corcelles, Maximilian, Landschaftsmaler aus Neuenburg in der Schweiz , wurde um 1788 geboren, unter glück- lichen Verhältnissen, so dass er die Kunst nicht aus Beruf zu er- greifen brauchte. Meuron hatte aber schon von früher Jugend an entschiedene Neigung dazu, und sein angebornes Talent äußerte sich auch bald in verschiedenen Bildern. Er überflügelte desswegen in kurzer Zeit viele Künstler von Beruf, und, endlich stand er als der erste Maler der schweizerischen Natur da. Meuron er- warb sich auch als Staatsbürger Ehre und Ansehen, so wie er als Künstler schon früher bewundert wurde. Seine Darstellungen der schweizerischen Natur gehören zu den vorzüglichsten Erzeugnissen dieser Art, und einige derselben wurden auf Kunstausstellungen besonders hervorgehoben. Als Krone der zu Genf stattgefun- denen Ausstellung erklärte man sein Gemälde des Giessbaches. Die Anordnung dieses Prachtbildes, heisst es im Kunstblatte des be- zeichneten Jahres, welches dem Grafen F. Pourtales gehört, ist tief durchdacht, der Stil, auch in den kleinsten Nebendingen, frei und gross, die Farbenbehandlung der Natur abgelauscht, und Licht und Schatten auf die höchste Wirkung berechnet. Phantasie, Über- legung und eine Übung, die keine Schwierigkeiten mehr kennt, fährt der Berichterstatter fort, vereinigten sich, um hier ein Meister - stück hervorzubringen, das in den berühmtesten Gallerien ne- ben einem Swanevelt aufgestellt werden dürfte. Doch ist dieses nicht das einzige treffliche Bild des Künstlers, deren einige auch im Auslande zur Schaustellung gegeben wurden. Im Jahre 1820 zog auf der Berliner Kunstausstellung seine Ansicht des Bielersees mit der Petersinsel, wo Rousseau wohnte, alle Blicke auf sich. Man glaubte, nie etwas Reizenderes gesehen zu haben, als dieses Bild, das so meisterhaft gemalt war. Meuron schickte auch noch später Werke nach Berlin, wie 1832 eine Ansicht von Brunnen am See der vier Kantone, ein treffliches Gemälde, das mit einem Monogramme und der Jahrzahl 1832 bezeichnet ist. Meuron bediente sich zuweilen eines Monogrammes.
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