Metzger, Johann

Metzger, Johann, Kupferstecher , bildete sich auf der k. Akade- mie der Künste in München, und da er in kurzer Zeit ein reiches Talent entwickelte, so erwählte ihn die erwähnte Anstalt zu ihren Pensionären. Metzger besuchte jetzt Italien , lebte in Florenz lange Zeit als Schüler und Gehülfe des berühmten R. Morghen, und endlich wählte er diese Stadt zur bleibenden Stätte. Er erfreute sich der Gunst eines kunstliebenden deutschen Fürsten, der’später in München ein großartiges Kunstleben hervorrief, und im Dienste desselben erwarb er sich seltene Kenntnisse von der al- ten toskanischen Malerschule. Auch gelangte er durch eigenes Nachdenken und Prüfen in der Reinigung und Restauration, vor- züglich solcher Bilder, die nicht in Öl gemalt sind, zum erdenk- lichsten Grade von Vollkommenheit. Später gründete er zu Flo- renz eine Art von Kunstausstellung in seinem Hause, und dieses war gleichsam eine Niederlage von ausgesuchten merkwürdigen und historisch wichtigen Gemälden.

Im Jahre 1823 gab Metzger mit J. B. Nocchi die kleinen Dar- stellungen aus dem Leben Jesu, welche Angelico da Fiesole an die Silberschränke der S. Nunziata zu Florenz gemalt hatte, und die jetzt in der öffentlichen Kunstschule daselbst aufbewahrt wer- den, in Kupfer heraus.

Metzger erscheint noch im neuesten k. bayerischen Staatshand- buche als Pensionär der Akademie in München.

St. Romuald, nach A. Sacchi, für das Mus. franc. par Laurent, fol.

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