Metivier, Johann, Architekt, wurde 1781 zu Rennes in der Bre- tagne geboren, aus einer Künstlerfamilie, welche Bildhauer und Architekten zählte. Diese liess sich später in Paris nieder, wo J. Metivier unter Leitung mehrerer ausgezeichneter Architekten stu- dierte, und bald die glücklichsten Fortschritte machte. Er gewann das Lob eines vielseitig gebildeten Künstlers, was er auch in Mün- chen bewährte, wohin Metivier 1811 kam. Da bedienten sich in kurzer Zeit Personen hohen Ranges seiner Kunst, und da er seine Arbeiten zu voller Zufriedenheit vollendete, so waren es auch diese, welche ihm in München zu einer bleibenden Anstellung verhalfen. Er wurde Inspektor der k. b. Baucommission, und später erhielt er bei der k. Hofbauintendanz die Stelle eines Hofbaudecorateurs. Im Jahre 1824 ertheilte ihm endlich der König Maximilian den
Rang eines k. Baurathes, in welcher Eigenschaft Metivier noch
gegenwärtig in voller Thätigkeit sich befindet.
Dieser Künstler hat bereits die schönsten Proben seines treffli- chen Talentes bewiesen. Sein Werk ist die Synagoge in München, die er von 1824 — 1825 baute, ein Gebäude von einfacher Grösse, Die protestantische Kirche derselben Stadt stattete er im Innern aus, und überhaupt verdient dieser Künstler als Decorateur die
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