Metezeau, Clemens, Architekt , wurde um in Dreux gebo-
ren, und auch Vater und Grossvater waren Baumeister . Der letz-
tere baute das grosse Portal der Kirche zu Dreux, und der Vater
war Architekt Heinrich IV. Clemens hatte gleichen Rang unter
Ludwig XIII., und dann war er auch Ingenieur . Als solcher fer-
tigte er den Plan zum berühmten Damme bei Rochelles, und zwar
in einer einzigen schlaflosen Nacht, während früher bei aller
Ueberlegung das Werk misslang. Der Maurer Jean Tirtot war da-
bei sein Gehülfe, mit welchem er 1648 in Jahresfrist das Werk
vollendete. Sein erster Bau war der Theil der Gallerie des Louvre
von diesem Palaste an bis zu dem ersten Einlassthor auf dem Quai,
Im Jahre 1612 legte er den Grund zur Kirche de l’Oratoire, deren
Bau aber nicht zu Stande kam. Hierauf baute er das Schloss Meil-
leraye in Poitou , und von seinen Planen, die er zum Luxembourg fertigte, heisst es, dass sie wenigstens eben so schön waren,
als jene, welche Maria von Medici wählte. Man schreibt ihm
auch den Bau des Hotels von Longueville und des Lustschlosses
Gilly zu, über welche sich d’Argensville I. 325 Kritisirend aussagt.
Grösseres Lob verdient seine Pforte St. Antoine, besonders das
Gewölbe des Hinterbogens, welches allen folgenden ähnlichen Wer-
ken den Namen Voussée oder Arierre — Voussée St. Antoine gab.
Dieses Werk, so wie das Hotel Longueville, hat J. Marot geätzt.
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