Merz, Caspar Heinrich, Kupferstecher von St. Gallen in der
Schweiz , wurde geboren, und nachdem er als Sohn eines Bürgers im Vaterlande einige Übung im Zeichnen erlangt hatte, begab er sich im 10. Jahre nach München , um daselbst seine Stu- dien fortzusetzen. Er zeichnete da mit Eifer nach der Antike und nach der Natur, und schon hatte er in der Zeichnung solche Fe- stigkeit und Gediegenheit, um mit Erfolg zur Malerei übergehen zu können, als besonders der berühmte S. Amsler, der mitt- lerweile Professor an der Akademie in München geworden, ihn dahin bestimmte, sich ausschliesslich der Kupferstecherei zu wid- men. Er machte unter der Leitung dieses trefflichen Künstlers die glücklichsten Fortschritte, und gegenwärtig kann man auch ihn zu den vorzüglichsten Stechern unserer Zeit zählen. Er führt den Grabstichel mit grosser Sicherheit, und dann weiss er mit grosser Treue den Geist und Charakter des Urbildes wieder zu
geben. Desswegen vertrauten ihm auch die berühmtesten Münch- ner Künstler, ein Cornelius, H. Hess, Kaulbach und andere, die Vervielfältigung ihrer Werke an. Die Beweise liefern folgende
- Die Madonna mit dem segnenden Kinde und zwei Engeln.
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