Mertens, Johann Cornelis, Zeichner und Maler, wurde geboren, und seine Eltern, Bürgersleute daselbst, ließen ihn alles lernen, wohin seine Neigung ging. Die Zeichenkunst war es vor allem, die ihn anzog, und obgleich der Vater einen Kauf- mann aus ihm machen wollte, so ließ er ihn doch bei dem Maler A. Elliger in der Malerei unterrichten. Mertens blieb indessen nur ein Jahr bei diesem Meister, da dieser fast immer grau in grau malte, und so nun brachte man ihn zu dem berühmten Portraitmaler J. M. Quinkhart, bei welchem der junge Künstler fünf Jahre verweilte. Hierauf setzte er auf der Akademie in Amsterdam seine Studien fort, indem er fleißig nach dem Nackten zeichnete, und die Werke eines Rubens, van Dyck, Jordaens etc. kopierte. Nach zwei Jahren trat er in Amsterdam als ausübender Künstler auf, verließ aber die Ockmalerei bald wieder, um
sich auf das Zeichnen mit Crayon zu verlegen. Nebenbei malte er auch viele Pastellbildnisse, und als diese nicht mehr Mode wa- ren, zeichnete er wieder Bildnisse in schwarzer Kreide. Bald dehnte er seine Zeichenkunst auch auf historische Compositionen aus, und seine Werke dieser Art, die meistens nach Gemälden gefertigt sind, fanden allgemeinen Beifall, da sie korrekt und mit grosser Zierlichkeit behandelt sind. Die Königin der Nieder- lande und andere ansehnliche Personen des In- und Auslandes er- warben solche Zeichnungen. Hendrick Rochhussen zu Rotterdam besitzt das Bildnis des Künstlers. Er lebte noch 1820 in Utrecht.
Vegl. Igeschiedenis der vaderl. Schilderkunst door R. van Eynden etc. . 19.
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