Merigot, S. — Kupferstecher, der zu Anfang unsers Jahrhunderts in London lebte, und mit dem obigen Künstler eine Person sein könnte, da jeder zu Anfang unsers Jahrhunderts blühte. Von dem Kupferstecher Merigot fanden wir folgende Blätter erwähnt:
- Die Hauptgebirge der Erdkugel nach ihrer Erhöhung über
Merimée. — Merino, Francisco. . 149
dem Meere. M. Wilson lieferte dazu eine physikalisch-geographisch-geognostische Beschreibung in 3 Bänden,
View of the source of the Arve. L. Belanger del. gr. qu. fol. In Farben.
View of the Source of the Trent. Chatelet pin. gr. qu. fol. In Farben.
Mérimée, Historienmaler zu Paris , bildete sich unter Leitung Vincent's, und schon 1700 war er hinlänglich vorbereitet, um mit Vortheil in Rom seine Studien fortzusetzen. Das erste Bild, welches er daselbst malte, stellt die Hirten vor, wie sie im Walde das Skelet Milon’s von Croton finden, abgebildet in Landon’s Annales XIV. 016. Dieses Bild wurde damals ausserordentlich gerühmt, in allen Theilen für vollkommen gehalten, während die jetzigen Kunstrichter vielleicht eben so viel zu tadeln hätten. Strenger beurtheilt ihn Fiorillo I, 489. Dieser Schriftsteller nennt ihn einen gefährlichen Künstler , dessen Fehler viel Verführerisches hätten, da derselbe die hohle Affektation und leere Ziererei der alten Schule, welche noch nicht in Vergessenheit gebracht sei, auf das geschmackvollste zu verbergen, und allen seinen Werken einen gefälligen Anstrich zu geben wisse, der den grossen Haufen blende, wenn er auch den Kenner unbefriedige. Einem Bilde von Vertumnus und Pomona spricht Fiorillo alle Kunstwahrheit ab; er sagt, die Figuren, wenn auch in einer reizenden Stellung, eben mit lieblichem Grün, in magischem Helldunkel, entbehren der eigentlichen Lebendigkeit, der Farbenton sei falsch, es herrsche im Ganzen eine süßliche Flachheit, und die Leichtigkeit des Pinsels allein könne für die vielen Fehler nicht entschädigen, die der Kritiker wahrnimmt. Der Pausanias francais nennt ihn dagegen einen Künstler, der sich eben so sehr durch seine Gelehrsamkeit, als durch sein Talent empfehle. Er hebt besonders das Bild der Unschuld hervor, als Mädchen vorgestellt, welches der Schlange Brod reicht. Der naive Gedanke, die schöne Landschaft und der reizende Farbenton desselben sollen nach der Ansicht des Pausanias francais dem Künstler seinen Ruf fest begründet haben. Indessen sind diese nicht die einzigen Bilder des Künstlers; in letzterer Zeit malte er aber wenig mehr. Er wurde bei Zeiten an der Polytechnischen Schule als Professor angestellt. Später wurde er Erster Sekretär der Schule der schönen Künste in Paris, und 1836 starb er.
Den Taufnamen des Künstlers wissen wir nicht; Gabet erwähnt ihn im Dictionnaire des artistes français gar nicht. Er ist vielleicht jener J. F. L. Merimée, der folgendes Werk schrieb: De la peinture, de l’huile ou des procédés matériels employés dans ce genre de peinture, depuis Robert et Jean van Eyck jusqu’à nos jours. Paris 1823, 8.
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