Merian, Johann Matthäus von, Pastellmaler, der Sohn und Erbe des jüngeren M. Merian, erwarb sich durch seine Bildnisse grosse Summen, indem eine ganze Figur zu 12 ‘Louisd’or honorirt wurde. Er malte auch Historien in Pastell, nach Kupferstichen von Rubens und van Dyck, Werke, die höher bezahlt wurden. Dann führte er auch den Kunst- und Buchhandel seines Vaters mit Glück fort, so dass er den Reichthum und die Ehre seines Hauses immer höher brachte. Er wurde churmainzischer Rat, in den Adelstand erhoben, und starb er.
Seine einzige Tochter wurde Erbin des bedeutenden Vermögens, welches er hinterließ, mit diesem wurde ihr Gemahl, der Freiherr, General und königl. preußische Architekt von Bosander, bei Zeiten fertig. Dieser Mann erscheint ebenfalls in diesem Künstler - Lexicon und wir sagen hier nur, dass er alles, was die Tagend, der Fleiss und die Mühe der Merian aufgebaut, zerstört hat. Ein
rächtiges Gastmal folgte dem’ anderen, Fürstert, Grafen, Gesandte, Bäume, Offiziere, Handelsherrn und Künstler fanden bei ihm die beste Tafel, allein der General Freiherr von Bosander war ‘bald nicht mehr im Stande, die Ausgaben zu bestreiten, und der ganze Merian’sche Bücherverlag wanderte fort. Der Absatz war nicht so
anzüglich, als die Lebensweise des Herren, und so nun wurden die Bücher an Juden und Christen versetzt, — weit unter dem Preise. Jetzt war es mit dem Handel und dem Credit geschehen.
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