Mentor, ein Toreut, dessen Vaterland und Lebenszeit man nicht genau bestimmen kann. Er muss aber zwischen Ol. 90 und 1006 gelebt haben, weil bei dem in Ol. 106 erfolgten Brand des Artemision zu Ephesus Werke von ihm zu Grunde gingen. Dieses waren Gefässe; denn Mentor fertigte solche aus Gold und Silber. In letzterem Metall ahmte er auch Therikleische Becher nach. Zu seiner Zeit waren die kunstreich getriebenen und ciselirten Gefässe besonders beliebt, namentlich in den Residenzstädten der mazedonischen Könige. Dieser Mentor war der vortrefflichste „caelator argenti“, und noch im Plinius ’ Zeit waren viele solche Werke vor-
Mentzel . — Menzel, C. A. 129
handen. Man schätzte sie außerordentlich, und Dichter und an- dere Schriftsteller priesen sie, wie Martial, Cicero, Properz, Ju- venal. Lucian nennt eine Gattung Becher ‚Hirropovpyy zornpia, L. Crassus kaufte zwei solcher Becher für 100 Sesterzien ‚nach un- serem Gelde, achthalbtausend Gulden, und dann getraute er sich nicht, dieselben zu benützen, aus lauter Sorgfalt, es möchte die Arbeit verdorben werden. “ Ueber die alten Schriftsteller, welche des Künstlers mit Ruhm erwähnen, s. Sillig cat. artif.
Mentzel, s. Menzel.
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