Mengs, Ismael, Miniatur- und Emailmaler, Vater des berühmten Bafael Mengs, wurde 1690 zu Kopenhagen geboren, und B. Coiffre war sein erster Meister. Hierauf kam er nach Lübeck zu J. Harper, wo er auch bei P. Heinecke die Ölmalerei erlernte, in welcher er aber nicht excellirte. Er malte gewöhnlich Bildnisse in Email, aber in größeren Formate, als damals gewöhnlich war. Diese Werke erwarben ihm großen Beifall, wie denn der alte Mengs zu den alten und denkenden Künstlern des vorigen Jahrhunderts gehörte. Wir haben seiner schon im vorhergehenden Artikel erwähnt, als eines unmenschlich strengen Mannes. Er wurde Hofmaler in Dres- den, ging mit seinem Sohne zweimal nach Rom , in der Eigen- schaft eines strengen Schulmeisters, und starb 1764 in Dresden .
I. Mengs hatte Kenntnisse in der Chemie, und daher bemühte er sich sicts, gute Farben dadurch zu erhalten. Seine Gemälde
sind indessen sehr leicht zu verletzen, die Farben nicht flüssig, und dem Einflusse der Luft ausgesetzt verlieren sie die Salztheile, Sie kommen den Arbeiten seines Zeitgenossen Bodmer nicht gleich. Die historischen Gemälde sind selten, es finden sich aber deren. In der Sammlung des Hauptmanns Jürgensen zu Copenhagen war ein Medaillon in Email, welcher Christus von seiner Familie um- geben darstellt. e
B. Folling stach sein Bildnis, und auch etliche andere wurden gestochen.
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