Menestratos, Bildhauer

Menestratos, Bildhauer, dessen Geburtsstadt man nicht kennt. Sillig, Catalogus etc. 270, glaubt, er könnte um die Zeit Alexander’s des Grossen gelebt haben, und O. Müller bestimmt ebenfalls muthmasslich seine Lebenszeit um Ol. 114. Er fertigte die Mar- mornstatuen des Herkules und der Hecate , die im Opisthodom des Tempels der Diana zu Ephesus aufgestellt waren. Sie sollen einen

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  • solchen Glanz von sich geworfen haben, dass der Künstler die Hineingehenden auffordern musste, die Augen zu schliessen. Ein griechischer Maler dieses Namens wurde vom Dichter verspottet, Anthol. Gr. Palat. XIII. 213. Er nennt Menestratos Phaeton des Feuers, und dessen Deucalion des Wassers würdig.

Mengazzino, Beiname von D. Santi. K Mengelberg, Otto, Maler von Cöln , wurde um 1812 geboren, und mit den Anfängern der Kunst vertraut, ging er nach Düsseldorf , um daselbst auf der Akademie unter Schadow seine Studien fortzusetzen. Er hat bereits Proben eines tüchtigen Talen- tes gegeben, 1830 im Tode Mosis, wie dieser auf der Anhöhe von Nebo das gelobte Land erblickt, und von zwei Engeln unter- stützt sterbend zurückzukommen; Nach dem Berichte im Berliner Nachrichten 1853 Nr. 224 hat der Künstler jedoch hier seine Aufgabe noch nicht ganz gelöst, desto mehr aber tritt das fast le- bensgrosse Bild der Judith hervor, welche Mengelberg 1853 malte. Judith tritt aus dem Zelte, worin im dunklen Hintergrunde der Rumpf des Ermordeten sichtbar ist, und sie schlägt den Vorhain mit der Linken zurück, während sie in der Rechten das blutbe- fleckte Schwert hält. Diese Judith ist ein schlankes, reizendes Mägchen mit sapfen Zügen und blühendem Teint, das Auge ist zum Himmel gerichtet, um Verzeihung ihrer That zu erflehen, wäh- rend M. Vernet diese Heldin fanatisch, in medusenartiger Schön- heit dargestellt hat, — eine Meuchelmörderin. Jazet’s Stich gibt Vernet’s Judith in Abbildung. Auch Hildebrandt hat in neuester Zeit diese Judith gemalt. Mengelberg’s Judith kam in den Besitz des Rheinisch-Westphälischen Kunstvereins, und außerdem existiert davon nach eine kleine Farbenskitze. In demselben Jahre malte Mengelberg noch die halblebensgrosse Figur einer sich schmü- ckenden jungen Griechin, von größerer Bedeutung ist aber wieder das Bild des Erzengels auf dem bezwungenen Drachen, wozu der Künstler 1838 den Carton zur lebensgrossen Ausführung fertig- le. Die Flucht in Ägypten ist ebenfalls ein Werk der neuesten Tätigkeit des Künstlers, und an diese schließen sich lebensgroße und kleinere Bildnisse. Die Seiden- und Samtstoffe malt nicht leicht Jemand besser, K. U. 8a a

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