Mencke, Eduard, Bildhauer, bildete sich um 1852 zu Berlin un- ter Leitung des Professors Tieck, und lieferte von dieser Zeit an verschiedene Werke, Büsten, Statuen u. a.
Mencken. — Mendozza, ...
Mencken, s. Menken.
Mendaeus, Paeonius.
Mänz, Carl Adolph, Maler von Leipzig , geb. 1797, und als der Sohn eines Kaufmanns sollte er sich ebenfalls der Handlung widmen; allein er hing mit ganzer Seele an der Kunst, und somit suchte er mit allem Kifer sich mit den Grundsätzen der Malerei vertraut zu machen. Schon mit Kenntnissen bereichert, begab er sich auf die Akademie der Künste in München , und da sah man schon im folgenden Jahre auf der Kunstausstellung ein Genrebild von ihm gemalt, einen jungen Künstler vorstellend, der einen Landwirth zeichnet. Eines seiner früheren Bilder ist auch jenes, welches eine Mutter bei dem Säugling in der Wiege in einer ländlichen Wohnung vorstellt, mit einer durch das geschlossene Fenster dringenden Abendbeleuchtung, ein schönes Gemälde, das eine friedliche Stimmung erregt. Mehrmals malte er einen Zillerthalerbuben betend vor seinem Mueh und mit der Schallmei, in eigenthümlicher Behandlungsweise, wie dies bei seinen anderen Bildern der Fall ist. Ein Nachtstück, welches 1834 auf dem Kunstverein in München zu sehen war, stellt einen Geistlichen vor, der von einem Sterbenden zurückkommt, und im selben Jahre malte er einen politisirenden Schuster mit seinen Gesellen. In diesem Bilde zeigt Mende eine frische und originelle Auffassungsweise; der politische Schuster hat eine superkluge Physiognomie, und all’ seine Weisheit schöpft er aus dem bayrischen Landboten in der Hand. Schön ist auch das Nachtstück, welches ein Kind vorstellt, das sein Nachtgebet verrichtet. Ein ansprechendes, in Bezug auf Wahrheit in Bezeichnung der Empfindungen treffliches Bild ist die Schlacht von Leipzig, welche Bauern von einem Dache aus betrachten. Mende malte es 1853. Ein bedeutendes Werk, mit vielen lebendig gruppierten Figuren, entstand in neuester Zeit. Es ist die Vertheidigung eines Hauses in Tirol im Jahre 1800. Die Handlung geht im Inneren des Hauses vor; Männer schiessen durch das Fenster auf die Feinde, Weiber und Kinder sind in Angst und Erwartung, und den Mittelpunkt nimmt der Priester mit dem Sacramente ein, welches ein Sterbender empfängt. J. Wölfle hat dieses schön componirte Bild lithographirt, und der Maler dedieirte das grosse Blatt dem König von Sachsen.
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