Meloni, Franz Anton

Meloni, Franz Anton, Maler und Radierer , geboren zu Bologna
1676, gestorben zu Wien . Seine Meister waren P. A. Pa-
derna und J. Monu, zuletzt aber schloss er sich an M. A. Fran-

dessen verliess er bald die Malerei, da er nicht Talent genug be- sass, ein tüchtiger Maler zu werden; er widmete sich der Stecher -

kunst, und leistete hierin Vorzügliches. Seine Blätter sind correct-

in der Zeichnung, und der sehr geistreichen Nadel ist mit dem Stichel nachgeholfen. Bartsch P, gr. XIX. p. 443 ff. beschreibt 16 Blätter von diesem Künstler.

  1. Eliezar und Rebecka, nach P, Cagliari . Franc. Ant. Meloni Del. et Inc. H. 10 Z. 8 L., Br. 14 Z. 5 L.

  2. Die Anbetung der Hirten, nach C. Cignani, mit Dedication an den Marquis Virgilio 1700, 1M. 11 Z. 6 L., Br. 8 Z. 2 L.

  3. St. Joseph mit dem Jesuskinde, welches auf fünf in der Luft schwebende Cherubim blickt, nach M. A. Franceschini, M. A. F. Pin. et Pin. — F. A. M. del. et Inc. H. 12 Z. 8 L., Br. 9 Z. 2 L.

  4. St. Carolus Barromäus fleht zur heil. Jungfrau um Befreiung von der Pest, nach M. A. Franceschini, mit der Adresse an Rinaldoa von Este, 1700. H. 17 Z. 8 L., Br. 18 Z.

  5. Die zwei Nymphen mit dem Kinde in einer Landschaft, nach Franceschini. F. A. Meloni inc. H. 11 Z. 9 L., Br. 8 Z. 10 L.

  6. Aurora, Plafondgemälde in einem Ovale., Et{3 Caralus Cigna- nus pinx, — Franz Ant. Meloni Acad. us Clem. sculps. Vienn. Austriae 1713. H. 13 Z. 10 L., Br. 10 Z. 5 L.

  7. Diana und Endymion. Numinis Endymion tacito caput 08- cnla labro. M. A. F. (Franceschini) In. et pin. F. A. M. Del. et Inc. H. 12 Z. 3 L., Br. 14 Z. 4 L.

  8. Latona mit Diana und Apollo, ihren Kindern, rechts oben Juna, Ecce oloae gemini Soles nascuntur in umbra etc., eben so bezeichnet, mit der Jahrzahl 1705, der Pendant zum vorigen. H. 12 Z. 3 L., Br. 14 Z. 3 L.

  9. Die fünf Licbesgötter, nach Franceschini. Xludicra sunt xueris violenta cupidinis arma etc. F. A. M. del. et Inc. — Guidotto e Klelin sotto il semminario furmae, H. 5 Z. 10 L., Br. 16 Z. 10 L.

  10. Die Jagd der Kinder auf Lapins. Fallere vis puer hunc etc., eben so bezeichnet. H. 6 Z., Br. 17 Z. 6 L.

  11. Venus und Amor, nach Franceschini. Guidotti e Mellini färma scä:to il semminario, ohne Namen der Künstler. H. 6 Z. 6 L., Br. 17 L.

  12. Die Spinnerin, erschreckt durch Amor, der aus der Luft herbeikommt, eben so bezeichnet. H. 6 Z., Br. 17 Z.

  13. Der Schlafgott und Amor mit der Fackel. Somnus amans Veneris furtivo assistit Amori etc., nach Franceschini, mit den Initialen und der Adresse bezeichnet. H. 6 Z., Br. 17 Z.

  14. Drei kleine Mädchen im Bade von zwei kleinen Satyrn be- Jauscht: Exemplum heu potes etc., nach Franceschini, ebenso bezeichnet, 6 Z., Br. 17 Z.

  15. Merkur und Amor: Mercurius et Amor fur etc., nach Fran- ceschini. H. 6 Z. 10 L., Br. 47 Z.

  16. Der Faun und das Kind. Sylvarum numen Driadis fert mu- nera Myrram. Mit den Initialen Franceschini’s und des Ste- chers, dann den Adressen. H. 5 Z. 10 Z., Br. 17 Z.

Von Gori erwähnte Blätter: 17) Lia und Rachel, nach Franceschini. 18) Der sterbende Sebastian und Irene, nach demselben. 19) St. Antun von Padua.

Im Catalog Paignon Dijonval werden ihm bei

  1. — 21) St. Agnes und St. Cäcilien. 2 Blätter in Ovalen, nach C. Cignani. Nicht im Bartsch.

  2. Landschaft mit zwei Frauen, von denen die eine von einem Kinde eine Blume erhält, ohne Namen, aber von Meloni erfunden und gestochen.

Im Catalog Winkler wird citirt:

  1. Christus bei Nicodemus, zwei sitzende Figuren. F. Antoni, Meloni Bonon. inv. et fecit, fol.

  2. Christus am Brunnen, C. Weigel exe. kl. fol. Nicht im Bartsch.

  3. St. Prosper und ein anderer Heilige auf Wolken von zwei Engeln getragen, unten die Ansicht einer Stadt. Im Rande sind die Buchstaben M. A. F. In. -(Franceschini invenit), rechts steht: F. A. M. F. H.14 Z. 3 L., Br. 9 Z. 9 L. Im Rande ist die Dedication an den Canonicus J. B. Cal- cano etc. Nicht im Bartsch.

  4. Jesus Christus nimmt von der Mutter Abschied, mit A. F. M. bezeichnet, fol. Nicht bei Bartsch.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_AY_rAAAAMAAJ/