Meldemann, Nicolaus, Briefmaler , Formschneider und Buchdru- cker zu Nürnberg, wo er um 1520 — 1531 arbeitete. Man weiß auch, dass er in Nürnberg bei der langen Brücke gearbeitet hat. Seine Werke bestehen grösstentheils in Darstellungen aus seiner Zeitgeschichte, und sie sind mit dem zusammenhängenden Buch- staben N. M. bezeichnet. Im von Derschau’schen Werke sind Ab- bildungen von Soldaten mit diesem Monogramm bezeichnet, sie werden aber irrig dem P. Flötner zugeschrieben.
Die folgenden ersten zwei Holzschnitte beschreibt Bartsch, P. gr. VII. p. 482 ff., wir fügen noch andere bei.
- Der Nasentanz zu Gimpelsbrunn, mit der gedruckten Auf- schrift: Der Nasentanz zu Gümpelsbrunn bis Sonntag. Es ist dies ein Dorffest, wo im Vorgrunde die Bauern tan- zen, und von den ungeheuern Nasen derselben hat der Tanz den Namen. Rechts gegen den Grund zu zechen die Weiber am Tische, und in der Ferne schlagen sich vier Bauern mit Säbeln. Links setzt ein Bauer in den Glücks- hafen. Rechts unten steht das Zeichen. H. 9 Z. 7 L., Br. 153 Z. 5 L.
Beim späteren Drucke wurde die Platte abgerundet, und eine Einfassung von Blättern und Ornamenten hinzugefügt. Durchmesser 10 Z., Breite der Bordüre 10 L. In den vier Ecken ausserhalb derselben sind zwei Rundungen und zwei Ovale. Im ersten Rund ist eine sitzende Frau, im zweiten zwei Engel; im ersten Oval zwei spielende Engel, im zweiten ein Fähnrich. Dieser neue Ansatz ist nicht von Mel- demann, sondern von einem geringeren Künstler.
- Peter Perschyna, Haupt der böhmischen Truppen zu Pferde, von zwei Soldaten zu Fuss begleitet. Rechts oben ist fol- gende Inschrift:
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