Melchiori, Ferdinando, Maler und Musivarbeiter, ein Italiener von Geburt, war mit Ferdinando Meliori an der Manufaktur der Gobelins zu Paris angestellt, doch waren es nicht die Zeichnungen und Malereien, die sie für die Manufaktur ausführten, als vielmehr eine Art von Mosaik, was ihnen Ruhm bereitete. Sie ver- fertigten die prachtvollsten eingelegten Arbeiten in Stein, z. B. in Achat, Jaspis von allen Farben, Lapis Lazuli u. s. w., aus welchen sie Landschaften, Vögel, Blumen und Früchte bildeten. Diese Art von Mosaik , deren man sich zur Dekoration der Meu- beln der Krone bediente, war ausserordentlich gesucht. Man ver- zierte Tischplatten und Aufsätze damit, gebrauchte sie zur Aus- schmückung von Juwelenkästchen, Commoden, selbst der Thü- ren etc., und wendete dabei Ametiste, Rubine, Smaragde und an- dere prismatische Edelsteine an. Diese musivische Arbeit kam un- ter der Regierung der Maria von Medicis aus Florenz nach Pa- ris und wurde durch die genannten Künstler schon unter Lud- wig XIII., und noch mehr unter Ludwig XIV. vervollkommnet. Mit einem Male jedoch kam diese Arbeit aus der Mode, und die kostbaren Meubelstücke wurden zurückgestellt und vernachlässiget, so dass die meisten zu Grunde gingen; desswegen sind heut zu Tage die auf solche Weise geschmückten Meubel so ausserordent- lich selten und teuer. Im Garde-meuble der Krone sind noch welche aufbewahrt, s. A. Lenoir im Journal des artistes 1831.
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