Meister , E. S., der, vom Jahre 1466. . M
Der Buchstabe L. Ein Ritter zu Pferd (nach Heinecke St. Georg) schwingt eine kurze Kriegswaffe über seinem Kopfe. Pferd und Reiter ist en face, und mit den Vorder- füssep tritt das Pferd einen Mann mit dem Stocke auf den Boden. H. 5 Z. 9 L., Br. 3 Z. 9 L.
Der Buchstabe M. Der erste Theil, zur Linken, ist durch einen Mann vorgestellt, mit einem Eichkätzchen auf dem Kopfe, über welchem ein Vogel angebracht ist. Der mittlere Theil zeigt ein nacktes Weib mit einem Adler auf der Achsel, und die letzte Seite bildet ebenfalls ein Mann, der einen Adler auf der Schulter hat. Jede dieser Figuren geht auf einem Hunde. H. 5 Z. 9 L., Br. 6 Z. 9 L.
Der Buchstabe N, aus sechs Figuren zusammengesetzt, Links sind drei Narren mit Schellenkappen, der eine auf dem andern sitzend; rechts zwei Mönche und eine Nonne; der obere mit Lunetten stehend mit dem Vogel auf der Achsel, und vor ihm die Nonne, die eine Ruthe über den bloßen Hintern auf dem Boden sich befindenden zweiten Mönch schwingt. Bei ihm ist ein Adler, der ihn in die Zunge beißt. H. 5 Z. 4 L., Br. 6 Z. 6 L.
Der Buchstabe O, Vier Thiere, von welchen links oben der Leopard einen grossen Hund in den Schweif beißt. Rechts ist der Hirsch mit den Hunden gruppirt. H. 5 Z. 2 L., Br. 3 Z. 10 L.
Der Buchstabe O, von Bartsch als V genommen. Ein mit dem Spiesse bewaffneter Alter vom Wolfe angegriffen, dem ein anderer Alter mit dem Spiesse das Auge aussticht. Rechts haut ein Krieger auf den Wolf. Jede der beiden Figuren hat einen Adler auf dem Kopfe. H. 5 Z. 5 L., Br. 4 Z. 9 L.
Der Buchstabe P, mit sehr schöner, reicher gotischer Architektur vorgestellt. H. 8 Z. 8 L., Br. 3 Z. 9 L. Dem Meister E. S. ähnlich, nicht im Bartsch, sehr selten.
Der Buchstabe Q, der von Bartsch No. 07 als undeut- lich beschriebene Buchstabe. Die linke Seite bildet ein Affe, der das Horn bläst, darunter ist ein Hund, der am Kno- chen naget, und auf welchem ein Affe geht. Die andere Seite besteht aus einer Nonne, die eine andere auf der Schulter trägt. Auf dem rechten Arme der letzteren sitzt ein Adler, den ein Mönch in der Luft, den Rücken zeigend, an einem seiner Flügel hält. H. 5 Z. 6 L., Br. 5 Z. 3 L.
Der Buchstabe R, bei Bartsch No. 100 als unbekannt, Zwei chimärische Wölfe an einander auf den hinteren Füs- sen aufrecht stehend, wie sie den Drachen mit ihren Füs- sen treten. Einer der Wölfe hat eine Königskrone mit einer Eidechse auf dem Kopfe. Über dem andern ist eine Art Ratte mit dem Frosche in den Zähnen. H. 5 Z. 3 L., Br. 3 Z. 9 L.
Der gothische Buchstabe r, durch gothische Ar- chitektur gebildet. H. 6 Z. 2 L., Br. 3 Z. 5 L. Dem Meister E. S. ähnlich, nicht im Bartsch und sehr selten.
Der Buchstabe S, aus vier Thieren zusammengesetzt. Unten ist ein Löwe und ein Leopard, die sich lecken, und auf ihren Schweifen sitzen zwei Affen, die sich auf gleiche Weise liebkosen. H. 5 Z. 3 L., Br. 0 Z. 3 L.
Meister, ein anonymer, um 1479. — Meister, der, von 1480.
Der Buchstabe T, bei Bartsch No. 100 als unbekannt. Ein Adler hält mit dem Schnabel den Drachen an einer Kette, und über dem Adler ist eine vierfüßige Chimäre mit einer Eidechse im Rachen und mit einem anderen Thiere auf dem Rücken, das zwei Flügel und einen Schweinskopf hat. H. 5 Z. 5 L., Br. 3 Z. 2 L.
Der Buchstabe V. Links ist St. Christoph mit dem Je- suskinde auf der Schulter, und rechts der Eremit mit der Laterne. H. 5 Z. 3 L., Br. 5 Z. 2 L.
Der Buchstabe X. Vier Musiker. Der eine von den beiden oberen spielt die Cymbel, der unter ihm bläst das Horn; derjenige, der rechts oben ist, hat den Dudelsack, und der unter ihm zwei Schellen. H. 5 Z. 8 L.
Der Buchstabe Y. St. Georg stösst dem Drachen die Lanze in den Rachen. Rechts ist die befreite Königstoch- ter, wie ihr ein Engel auf der Schulter die Krone aufsetzt. H. 5 Z. 7—8 L., Br. 3 Z. 7—8 L.
Der Buchstabe Z., bei Bartsch No. 106 als unbekannt. Dieser Buchstabe ist aus zwei Thieren zusammengesetzt, das untere ist ein Löwe, der den Kopf erhebt, und ein chimärisches Thier leckt. Die Chimäre ist in der Luft. H. 5 Z. 2 L., Br. 3 Z. 2 L.
Ein Kartenspiel, in Nummern und Figuren bestehend, das aber unsers Wissens in keinem Cabinet vollständig sich fin- det. In der Sammlung des Thomas Wilson sah Duchesne, Iconophile p. 365, 14 Blätter, die Zahl 5 und 13 Figuren. Im Pariser Museum sind drei Kartenspiele, und darunter mag jenes des Meisters E. S. sich befinden. In der Sammlung des Grafen Sternberg Manderscheid, von welcher Frenzel den Catalog fertigte, sind ebenfalls einige Blätter gewesen.
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