Meier, Melchior, Kupferstecher aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, dessen Lebensverhältnisse aber unbekannt sind. Bartsch, P, gr. XVI. 240., spricht von ihm in der Vorrede des Cataloges der Werke des M. Rota, und setzt bei, dass man dem Rota zwei Blätter zugeeignet habe, die in keiner Hinsicht ihm gleichen. Das eine stellt die Auferstehung vor, und ist mit 1574 bezeichnet, das andere ist ohne Jahrzahl, nämlich: Marsias von Apollo geschunden. Auf jedem Blatte stehen die Buchstaben M M, und diese nun sollen Melchior Meier bedeuten. Bartsch schliesst dies aus einer Inschrift, welche auf dem Blatte mit Marsyas in der Sammlung des Grafen von Fries zu Wien steht. Diese Aufschrift führt von einem Zeitgenossen Meier’s her, und sie lautet: Anno 1582 6 decemb. Ex liberali Donatione Melchioris Meiers hujus tabulae Avtoris. Joannes a Palm,
M. Meier arbeitete zu Freiburg in der Schweiz, nach der Auf- schrift des Blattes mit St. Wilhelm zu urtheilen. Seine Blätter sind schön radirt und grossentheils selten. Das Todesjahr des Künstlers ist unbekannt; er arbeitete noch 1606.
Apollo schindet den Marsyas, mit den Buchstaben MIM und 1581, nach Cechino Salviati. Mit Dedication an Francesco de’ Medici, vorzügliches Blatt, qu. fol. Bei Weigel 1 Thl. 10 gr. ;
Die Auferstehung Christi, mit dem Zeichen M.M. , kl. fol. So schön wie von M. Rota. /
Der heil. Wilhelm oder St. Bernhard, Schutzpatron der Schweiz , in voller Rüstung stehend. Miles an Monachus dicor Guilıelmus utrung. Vox michi Bernardi nomen de- dit., Mit dem Monogramm M M und dem Sc et exeudit in
Fryburgi helvet., — fol. Ein Hauptblatt, so schön wie von Rota. Selten, Bei Weigel 1 Thlr. 10 gr. 4) Die Bekehrung des Saulus, schöne und reiche Composition, zart gestochen. Ohne Namen., Bartsch XVI. 246, gr. 8. 5) Der Leichnam der heil. Cäcilia. Mit dem Monogramm, 16. 6) Die Schutzgöttin von Toscana auf dem Löwen, hält zwei Kronen über zwei Medaillons, mit einem M bezeichnet, unter welchem das S steht. Bartsch erklärt dieses Zeichen mit Martino Sebenzano, Brulliot glaubt aber, es bedeute 7) Maria wäscht die Füsse, 8. Selten. 8) Die heilige Capelle zu Einsiedeln, 8. Selten. Frenzel, Catalog der Sammlung des Grafen Sternberg- Manderscheid II. S. 183, glaubt, dass diese beiden, mit dem Monogramme M M bezeichneten Blätter, vom Gold- schmied Martin Martin seien. Letzterer lebte gegen 1606, 9) Die Himmelfahrt der Magdalena, mit dem Monogramme, 8. Selten. 10) Magdalena wäscht die Füsse, mit dem Zeichen, 8. Sel- ten. 11) Maria zu den Füssen des Herrn, mit dem Zeichen, 1606, 8. * Selten, S A 12) Die Wunder der Heiligen, mit dem Monogramme, 8. Sel- ten. 13) Die heil. Anna, mit dem Monogramme und 1602 bezeichnet, 8. Sehr selten und schön. 14) Der Titel zu: Speculum poenitentiae, mit dem Monogram- me und 1602, 12.
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