Mitglied der Akademie der Malerei zu Paris und Professor , eine Ehre, welche unter den Landschaftsmalern bis zur Auflösung der Akademie
nur ihm allein wiederfahren ist. Robert-Dumesnil, P. gr. français I. 43 ff. beschreibt folgende
Blätter von diesem Künstler. Sie sind mit leichter Nadel behan-
delt, grösstentheils in einem schrägen Helldunkel. Sie zei-
gen jedoch, dass der Künstler mehr Praxis als Genie, und mehr Geschmack als guten Geschmack besessen habe. Alle diese Blätter sind von grosser Seltenheit, da von der Platte wenig Abdrücke gemacht werden konnten.
Der Kampf des Engels gegen Jakob. Hen. Mauperche jun. pinxit fecit et excudit. Cum Priuilegio Regis, H. 6 Z. 9 L.
— 7) Die Geschichte des Tobias, Folge von 6 Blättern. Sie sind nicht numerirt, überall steht aber oben in der Mitte das Wort: Tobias. Auf dem ersten Blatte steht unten im Rande der Name des Künstlers, und etwas weiter weg: Se vende. en. lille. nostre. dame. deven. le. por. auvin. ala. ande. porte, cocher. ch6. lauteur. a. Paris. Die ersten Ab- drücke sind vor Gallay’s Adresse. H. 6 Z. 8 — 10 Z., Br.
a) Tobias beerdigt die Todten, b) Tobias erblindet. c) Der junge Tobias erhascht den Fisch, d) Die Rückkehr des jungen Tobias, e) Dessen Ankunft im väterlichen Hause, f) Der Engel entschwindet dem Tobias. Es sind diese lauter reiche Landschaften.
Tobias bietet den Fisch dem Engel dar, in einer prächtigen Landschaft, Mit dem Namen und Privilegium; H. 6 Z. 10 Lq, Bl. 9 Z. 7 L.
Der Engel unterrichtet den Tobias, wie er den Vater von der Blindheit heilen könne. Eben so bezeichnet. H. 7 Z. 1 L., Br. 9 Z. 9 L.
— 15) Die Parabel vom verlornen Sohne, Folge von 6 nicht numerirten Blättern. Oben in der Mitte des ersten Blattes liest man: León Fan prodigue. Im Rande unten: H. Mau- perche jun. fecit. Se vende che lautaur dans lille nostre Dame etc. Im Rande der andern Blätter: Hen. Mauperche jun. pinxit fecit et excudit. Cum Priuilegio Regis. H. 6 Z. 6 — 10 L., Br. 9 Z. 6 — 10 L. a) Ruben gibt ihm seinen Erbtheil.
b) Die Abreise nach Memphis,
c) Der Sohn verschwendet sein Vermögen, d) Er ist gänzlich seiner Mittel beraubt, e) Der Verschwender als Schweinhirte.
f) Azael kehrt zum Vater zurück.
- — 21) Das Leben der heil. Jungfrau, Folge von 6 nicht numerirten Blättern. H. 7 Z. 10 L. — 8 Z., Br. 11 Z. 3 bis 4 L. Die ersten Abdrücke sind vor P. Giffart’s Adresse. a) Die Verkündigung. Mit dem Namen und der Adresse Mauperche, und dem Privilegium. b) Die Heimsuchung. Mit dem Namen und dem Privile-
gum. c) Die Geburt Jesu. Eben so bezeichnet.
a) Die Anbetung der Hirten. Mit dem Namen, der Adresse des Künstlers und dem Privileg.
b) Die Dantelluna im Tempel. Mit Namen und Privileg.
c) Die Flucht in Ägypten. Eben so bezeichnet.
Die Ruhe auf der Flucht in Ägypten. Henri Mauperche jumentor pinxit fecit et excudit. Cum Privilegio Regis. H. 5 Z. 1 L., Br. 3 Z. 9 L.
Johannes am Felsen sitzend mit dem Kreuze, zur Seite das Lamm. Eben so bezeichnet. H. 5 Z. 1 X., Br. 3 Z. 9 L.
Johannes predigt in der Wüste. Hen. Mauperche jumentor pinxit fecit et excudit. Cum Privilegio Regis. H. 6 Z. 11 Br. 3 Z. 8 L.
St. Magdalena im Gebete; oben Engel mit dem Kreuze. H. 8 Z., Br. 11 Z. 3 L.
Das Wunder mit dem Manne, über welchen ein Baumstamm gefallen ist. Ein Mönch hebt ihn mit Leichtigkeit weg. H. Mauperche fecit excudit avec privileg. du Ruy. H. Swaneyelt in. M. 62 Z. 0 L., Br. 9 Z. 0 L.
Im zweiten Drucke fehlt das Wort excudit, und an der Stelle von Swanevelt’s Name steht: Gallay ex.
Apollo, von zwei Männern unterstützt, schlägt den Marsyas, in einer Landschaft mit Fluss und Wald. Hen. Mauperche jumentor pinxit fecit et excudit. Cum Privilegio Regis. H. 6 Z. 13 L., Br. 9 Z. 7 L.
— 35) Die kleinen Landschaften, Folge von 6 Blättern. Je- des ist mit: Hen. Mauperche pinxit fecit et excudit. Cum Privilegio Regis. H. 22 Z. 0 L. — 3 Z. 2 L., Br. 3 Z. 10
a) Die sitzende Hirtin mit der Heerde am Ufer des Flusses, der links vom Grunde her durch Felsen sich durchzwängt,
b) Der Mann und die Frau im Gespräch am rechts bewach- senen Wege.
c) Die zwei stehenden Säulen eines verfallenen Monumentes, das ein Wanderer betrachtet.
d) Die steinerne Brücke mit dem Kreuze, vor derselben ein sitzender Bettler, der zwei Frauen anspricht.
e) Die Gruppe von drei Personen am Wege, der vom Mauer- werke aus dem Berge herkommt, zwei Personen gehen auf die Wohnung zu.
f) Die Nachtlandschaft, herrliches Blatt im Geschmacke des van Uten; ein Wald, aus welchem ein Baum hoch em- porreicht, in der Ferne Gebirgsgegend mit Gebäuden, rechts färbt der Mond die Masse der schönen Gegend mit seinen Silberstrahlen.
- — 39) Die mittleren Landschaften, mit starker und leichter Nadel behandelt. Im Rande liest man: Hen. Mauperche jumentor pinxit fecit et excudit. Cum Privilegio Regis. H. 5 Z. 1 L., Br. 4 Z. 1 L., Br. 3 Z. 8 L.
J. Folge von sechs nicht numerierten Blättern,
a) Die Reste zweier Monumente von dorischer und gemisch- ter Ordnung.
b) Die Cascade, deren Wasser aus den Bergen kommt, vorn in der Mitte Fischer etc.
c) Die Colonnade eines Tempels in wilder Gegend.
d) Die fünf unterirdischen Bogen eines ionischen Bauwerkes.
e) Eine Seitenmauer von reicher Architektur links des Blattes; ein Mann und ein Weib kommen darauf zu, rechts schlängelt der Fluss vom Grunde her.
f) Der verfallene Turm von Gebüsch umgeben.
- — 45) 11. Folge von sechs Blättern, zart und geschlossen, gleiche 11:1_umern.. H. 32 Z. 10 L.—42 Z. 1 L, Br. 52 Z. 8
L. 9 L.
a) Die einjachige, steinerne Brücke, zwei beladene Esel und der Führer auf derselben. H. Mauperche in fecit, Cum
riuilegio regis. — Se. vende. en Iılle etc.
b) Der Zeichner am Fusse eines Unterbaues, im Grunde am Flusse Fischer. H. Mauperche in fecit. cum priuilegio
Regis.
c) Die Wohngebäude und alten Türme auf dem Berge, im Mittelgrunde ein Zelt mit Leuten. H. Mauperche in fecit
excud. Cum priuilegio du Roy.
d) Der fast quer durchlaufende, durchhöhlte, grosse Felsen
mit Bäumen und Gesträuchen, links eine Brücke, über
welche zwei Männer übersetzen. Eben so bezeichnet.
e) Der Mann und das Weib ruhend in einem Tale, ersterer
auf einem Steine, das Weib gegenüber; wie c) bezeichnet.
f) Die zwei Häuser, oben am Berge ein Schloss, und bei
den Ruinen von einer Ringmauer umgeben, H. Mauper-
che in fecit excud. cum priuilegio Regis.
Grosse Landschaften.
- Landschaft mit einer Brücke, über welche ein breiter Weg
führt, rechts her kommt ein Mann mit einem Knaben, von
der entgegengesetzten Seite her der Hirte mit zwei Kühen,
H. Mauperche in fecit Auec pruille du Roy. — Se. vende.
en. lille ete. H. 6 Z. 10 L., Br. 9 Z. 10 L.
- Die wandernde Familie mit ihrem Esel, links jagt ein Mann
zwei Ziegen, im Mittelgrunde ist reiche Architektur, H.
Mauperche. in fecit auec priuil. du Roy. H. 8 Z. 8 L., Br.
Z. 6 L.
- Eine Landschaft, im Grunde ein hoher Berg mit einem
Thurme und mit Ruinen, auf der Wiese weidet die Heerde,
und am Ufer scheinen drei Männer mit dem Krebsfang sich
zu beschäftigen. H. Mauperche in. fecit. Cum priuillegie
Regis. H. 6 Z. 8 L., Br. 9 Z. 10 L.
Die Fontaine von reicher Architektur mit laufendem Wasser,
an welchem ein Mann trinkt, während ein anderer ein Gleiche
erwartet. Vor dem Peristy! des dorischen Tempels sind
Menschen in Unterhaltung. H. Mauperche, in. fecit. excudit.
auec priuil. du Roy. H. 6 Z. 10 L., Br. 9 Z. 7 L.
- Eine Landschaft mit den Resten eines colossalen Monumentes,
H. Mauperche fecit. excud. auec priuil du Roy — Both
inv. H. 6 Z. 6 L., Br. 0 Z. 6 L.
Im zweiten Drucke fehlen die Worte: Both Inv.
Topographische Ansicht des Gebietes von Liancourt, in vier
Blättern.. H. 30 Z. 3 L., Br. 43 Z. 6 L. “
Im obern Rande liest man: Plan de Liancourt scitu6e dans
L'isle de France entre Creil et Clermont. Unten: H. Mau-
perche fecit. Auec priuillege du Roy, Se vende etc. 1659.
Zu den beiden Seiten sind die Wappen von Rochefoucauld
und Liancourt, N
Zweifelhafte Blätter,
Die heilige Familie. Die heilige Jungfrau sitzt mit dem
stehenden Kinde, und stellt den kleinen Johannes demselben
vor. Rechts im Grunde ist Joseph an der Mauer. H. Mauperin excud.
Cum privilegio Regis. H. 4 Z., Br. 5 Z.Die Ruhe auf der Flucht in Ägypten. Maria sitzt unter
einem starken Baume mit dem Kinde auf dem Schoß. Joseph
stützt den Kopf auf die rechte Hand, rechts weidet der
Esel. Ohne Zeichen, im Geschmacke des vorigen. H. 4 Z.
Folgendes Blatt legt man fälschlich dem Mauperin bei,
es ist von Goyrand,
Landschaft mit den Resten eines prächtigen mit Säulen und
Basreliefs gezierten Monumentes zur Linken des Blattes, wo
es zwei Gruppen von angesehenen Damen betrachten. Links
hin ist Wa 5, dessen Bäume sich im Wasser des Mittel-
grundes spiegeln. Im Grunde ist eine Gebirgskette. Hen,
Jauperin jnuentor pınxit fecit (dieses letzte Wort schlecht
ausgekratzt;) et excudıt, Cum Priuilegio Regis. — Cl. Goy-
rand fecit.
Mauperin. Zeichner und Maler, der in der zweiten Hälfte des vo-
rigen Jahrhunderts in Paris arbeitete. Er zeichnete und malte Bild-
nisse. Jenes von M. J. F. Dufour de Villeneuve, Civillieutenants
zu Paris, stach 1767 G. B. le Villain, und das von F. E. de Nieu-
port wurde von Chenu gestochen.
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