Meer, van der, Gerhard — Maler, Schüler des Hubert van Eyck, wie aus einem Manuscripte im Besitze des J. B. Delbec erhellt, worin es heißt, dass Gerhard van der Meere discipulus van meester Hubertus van Eyck gestorben sei. Er ist auch wahrscheinlich jener Gerhard von Gent, dessen wir bereits erwähnt haben.
Ein authentisches Gemälde dieses Meisters ist in der St. Bavons- kirche zu Gent. Es stellt im Mittelbilde die Kreuzigung Christi und auf den Flügeln Moses, der Wasser aus dem Felsen schlägt, und die eherne Schlange dar. Das Bild trägt den Charakter der van Eyck’schen Schule, zeigt aber doch eine große Abweichung nach der Färbung als in den Formen. Es hat übrigens sprechende Charaktere und schöne Zusammensetzung; die Behandlungsart nähert sich der des Hemling.
In der Sammlung des Prinzen von Oranien befinden sich von diesem Meister drei kleine Bilder in einem Rahmen, das mittlere ist ein Christus am Kreuze, vor ihm ein Ordensgeistlicher, dem
der Teufel weltliche Kleider vorhält, Passavant's Nachrichten über
die altniederländische Malerschule I. 1833.
Im k. Museum zu Berlin sind zwei Bilder von ihm; die Heim-
suchung Mariä und die Anbetung der Könige. Kugler (Beschr.
d. Gallerie S. 157) sagt, beide Gemälde 'seien in einer eigenthüm-
lich zarten, ’fast seidenartigen Weise gemalt, auch machen sich
schöne Linien der Gewandung, nach Art der würdigern Weise
des Hubert van Eyck bemerklich, die Röpfe sind jedoch schwach
und von manierirter Bildung. Intercssant ist der landschaftliche
Theil mit der zierlich gothischen Architektur auf der Heimsu-
chung, ;
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