Mazzuoli, Giuseppe, Bildhauer von Volterra oder Siena , erlernte
seine Kunst von E. Ferrata und M. Caffa, und brachte es nach und
nach zu grossem Rufe. Er liess sich in Rom nieder, und da nun
übte die Berninische Schule einen grossen Einfluss auf sein Kunst-
treiben. Von ihm ist die Figur der Caritas am Grabmale Alexanders VII. in St. Pietro, wobei er sich einer Zeichnung Bernini’s
bediente. Für St. Giovanni in Laterano fertigte er die Statue des
heil. Philipp mit dem Kreuze und den Drachen zu den Füssen,
eine meschine Gestalt, so wie er deren mehrere in Rom , in Tos-
cana und in andern Gegenden Italiens hinterliess. Er hatte wohl
Meisterschaft in weicher und zarter Behandlung des Marmors, die
Form selbst aber ist ohne inneren Gehalt. Für sein Meisterstück
hält man einen Adonis im Palaste Barberini , an welchem der
Künstler 31 Jahre arbeitete. Man wollte das Werk dem Könige
von Dänemark schenken, dieser kam aber nicht nach Rom, und
so verkaufte Mazzuoli die Statue an den Cardinal Barberini für
eine Leibrente von 25 Scudi jeden Monats, nebst etwas Korn und
Wein, was er 7 — 8 Jahre genoss. Er war indessen auch Direk-
tor der florentinischen Akademie zu Rom, und schon 1670 wurde
er Mitglied der Akademie von St. Luca daselbst. Im Jahre
starb er. Westerhout stach nach ihm das Grabmal Clemens X., und S$. Bartoli eine These. , .
Es gibt auch einen jüngeren Giuseppe Mazzuoli, der eben- falls Bildhauer war, aber wenig bekannt zu sein scheint.
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