Mayno, Giovanni Battista — Maler von Toledo, erlernte seine
Kunst von D. Greco, und schon im 17. Jahre (1611) trug ihm das
Capitel von Toledo auf, die Geschichte des heil. Ildefonso für die
Sakristei, und die Beschneidung Christi für den Kreuzgang des
Klosters zu malen. Bald darauf trat er in den Dominicanerorden,
und als Bruder erhielt er die Auszeichnung, den Prinzen Philipp
in der Malerei zu unterrichten. Von dieser Zeit an war Mayno
dessen unzertrennlicher Begleiter, selbst dann noch, als der In-
fant unter dem Namen Philipp IV. den Thron bestiegen hatte. Er
wirkte überall Gutes, und dann trug er auch zur Beförderung der
Kunst nach Kräften bei. In der Malweise erinnert er an Paul
Veronese, und die bedeutendsten seiner Werke sind: das Haupt-
altarblatt in S. Marco zu Toledo ; die Eroberung von Brasilien
durch Don Fadrique de Toledo, und wie der Herzog von Oliva-
rez den Soldaten das Bildnis Philipp IV. zeigt, in Buenretiro zu
Madrid ; der tote Christus in den Armen des ewigen Vaters bei
den unbeschuhten Carmelitern von Talavera de la Reyna; der heil.
Dominicus im Kloster zu Salamanca. Im Auslande sind seine Bil-
der selten. In der k. Eremitage zu St. Petersburg sieht man ein
vorzügliches Bild der Geburt Christi, bezeichnet als IVo BA (Frater
Juan Battista. Mayno starb 1640 zu Madrid, nicht 1654 zu To-
ledo, wie Palomino angibt, oder zu Salamanca. Er erreichte ein
Alter von ohngefahr 60 Jahren.
R. Pozzi stach nach ihm das Bild des heil. Philippus Neri.
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