Mayer, Carl

Mayer, Carl, Maler und Stahlstecher , wurde 1708 zu Nürnberg geboren, und hier erhielt er auch den ersten Unterricht im Zeich- nen und Malen, so wie in den theoretischen Theilen der Kunst. Seine Lehrer waren hier Freiherr von Haller und der Kupferste- cher F. Fleischmann. Von 1819 bis 1821 machte er aber in Paris unter Leitung des berühmten Desnoyers und bei Coiny seine größ- eren Studien. Nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt wurden ihm gleich ehrenvolle Aufträge zu Teil, und zuletzt häuften sich diese so viel, dass er eine Kunstanstalt gründen konnte, die bereits einen bedeutenden Aufschwung genommen hat. Der Künstler ist jetzt mit Aufträgen auf Stahlstiche überhäuft, und daher malt er jetzt nicht mehr. Früher malte er eine ziemliche Anzahl Porträts in Miniatur , Aquarell und Pastell . An ein Gemälde geht er nur mehr con amore. Seit dem Jahre 1830 ist mit seiner Anstalt auch eine Druckerei verbunden, in welcher nicht nur alle von Mayer selbst gestochenen Platten, sondern auch fremde gedruckt werden.

Die Blätter dieses Künstlers sind zahlreich, wir können aber kein vollständiges Verzeichnis derselben geben. Man findet solche: in Calendern und Almanachen, in Witschel’s Morgen- und Abend- opfern nach Heideloff, in der Duodezausgabe von Schiller’s Wer- ken und in der großen Ausgabe desselben Dichters, für welche auch P. C. Geissler gearbeitet hat etc. Mayer leistet im Histori- schen wie im Portraitfache gleich Gutes, hat von ihm Bild- nisse merkwürdiger Personen, und eine ganze Folge von Porträts berühmter Musiker. Zu den neuesten Werken gehören die 12 Bildnisse in P. Laurent’s und H. Vernet’s Geschichte Napoleon’s, Es sind diese Bildnisse Napoleon’s und seiner Kriegshelden. Die früheren sind in Punktir- oder Linienmanier ausgeführt, die spä- teren Blätter in Stahl gestochen. Seine Stahlstiche sind von gro- ßer Schönheit, und an Gehalt stehen sie den besten Erzeugnissen dieser in neuerer Zeit so hochgetriebenen Kunstgattung zur Seite.

Frommel und Mayer haben den Engländern gegenüber diesem Kunstzweige die größte Ausdehnung gegeben.

Von größeren Werken dieses Künstlers erwähnen wir:

  1. Das Ecce homo, nach Guercino, gr. imp. fol.,

  2. Mehrere größere Blätter nach Gemälden aus dem Bilderschatz der St. Morizkapelle in Nürnberg,

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