Maurer, Heinrich

Maurer, Heinrich, Landschaftsmaler, wurde 1774 zu Bülach im Canton Zürich geboren, und schon früh sprach sich seine Neigung zur bildenden Kunst aus. In seinem 17. Jahre kam er zum Landschaftsmaler J. C. Huber, bei welchem er vier Jahre blieb, bis er endlich 1796 nach München sich begab, wo ihn Dillis über die Fortsetzung seiner Studien freundschaftlich belehrte, und endlich ging er nach Dresden . Hier war ihm der Umgang mit Wehle von grossem Nutzen, denn dieser wies ihn an die Natur, besonders auch an Ruysdael’s Werke, und auf solche Weise blieb Maurer von dem Einflusse der einer verderblichen Manier huldigenden Zink’schen Schule ferne. Die Akademie besuchte er nicht, nur Gränichen gab ihm einigen Unterricht im Figurenzeichnen. Dagegen verwendete er die meiste Zeit auf das Copiren guter Landschaftsgemälde. Endlich fing er an, die Natur selbst zu studieren und in Form und Farbe ihr nahe zu kommen, und sie blieb fortwährend seine Lehrmeisterin. Er malte jetzt in Öl und Gouache nach der Natur, und nach und nach wuchsen seine Bilder und Zeichnungen zu einer grossen Zahl heran. Er malte auch öfter auf gebräunetes Papier in Deckfarben, und dann machte er auch eine grosse Anzahl leichterer Zeichnungen, die in Skizzen und Ideen bestehen. Eine grosse Anzahl dieser Zeichnungen hat er in Öl ausgeführt, und mehrere derselben, so wie der grösste Theil seiner Gouachebilder, gehören zu den vorzüglichsten Erzeugnissen seiner Art. In diesen Werken ist Wahrheit der Natur; in früherer Zeit war seine Färbung zu eintönig und merklich hoch getrieben. Die Härte löste sich später in Harmonie auf, und die Färbung wurde wohlgefällig und blühend. Seine Bilder wurden daher von Fremden und Einheimischen sehr gesucht. Eines seiner gerühmtesten Gemälde, eine Ansicht des ehemaligen Goldau, hat H. Meyer geätzt. Maurer hat selbst im Radieren Versuche gemacht.

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