Mattioli oder Matthiolus, Ludovico

Mattioli oder Matthiolus, Ludovico, Zeichner und Kupfer- stecher. wurde 1662 zu Crevaliore im Fürstenthume Masserano ge-

geboren, und in der erstern Zeit soll er die Schule des C. Cignani besucht haben. Die Malerei übte er indessen fast gar nicht, desto mehr aber fertigte er Zeichnungen, und zuletzt verlegte er sich ausschliesslich auf die Kupferstecherei. Er stand mit J. M. Crespi in freundschaftlichem Verhältnisse, welcher ihn die Nadel lehrte, und dieser Meister erlaubte ihm sogar, auf einigen von dessen Stichen seinen Namen zu setzen, was in der Folge in Classification beider Werke Schwierigkeit verursachte. Bartsch suchte sie zu sondern, und dem Crespi die seinigen zu vindiciren. Indes- sen offenbaren Matthioli’s Blätter kein glänzendes Genie; sie sind aber korrekt in der Zeichnung, mit zierlicher, wenig geübter Na- del gefertigt. Sie sind mit dem vollen Namen des Künstlers, oder auch mit einem Monogramme bezeichnet, theils nach eigener Zeich- nung, theils nach fremden Meistern radirt. Er starb 1747.

Bartsch P. gr. XIX. p. 339 ff. beschreibt deren 140, es ist dieses Verzeichniss aber nicht complet.

  1. Die Flucht in Aegypten , nach L. Carracci, mit Dedication an Joseph Mazza. H. 9 Z., Br. 6 Z. 2 L.

  2. Die Flucht in Aegypten, Lud. Matthiolus In. f. Im Geschmacke des C. Mella. H. 9 Z. 9 L., Br. 6 Z. 6 L.

  3. Der Kindermord, figurenreiche Composition, dieselbe Dar- stellung, welche J. M. Crespi gestochen hat, der Künstler hat sie aber nicht mit dem Grabstichel vollendet. Man un- terscheidet diese Wiederholung von dem ersten Drucke der Platte Crespi’s am zollgrossen Rande, wo man den Namen Lodovico liest, während das Blatt des Crespi nur die Sylbe Lod. zeigt. Matthioli soll die Rückseite der Platte Crespi’s benützt haben;

  4. Die Darstellung im Tempel, nach P. Gilardi. Mit Dedica- tion an Marquis Cesari. H. 15 Z. 10 L., Br. 10 Z.

  5. Ecce homo: Christus stehend mit gebundenen Händen, Copie von A. van Dyck’s Blatt: Lud. Matthiolus del. et fec. H. Z. 4 L., Br. 8 Z. ;

  6. Ecce homo, Oval. Antonius Van Dyck invenit et pinxit — Antverpiae 1716 — Ludovicus Matthioli academicus clementinus f. H. 12 Z. 7 L., Br. 10 Z.

Im ersten sehr seltenen Abdruck ohne die Jahrzahl 1716. Von Bartsch nicht erwähnt.

  1. Christus am Kreuze: Primogenitus mortuorum etc. 1731. H. 33 Z. ? Br. 8 Z. 10 L. ?

  2. Die Auferstehung Christi, Repetition von Crespi’s gleicher Darstellung und nach Crespi. Matthioli ging nicht so sorg- fältig zu Werke; das Kreuzpannier des Heilandes ist bei ihm mit vier Knüpfen geziert, vorn fehlen die drei Steine, und in der Dedication liest man: V. S. gradire, statt V. S. di- gradire. In gleicher Grösse,

  3. Der Leichnam des Herrn am Fusse des Kreuzes von Maria, Magdalena und Johannes beweint, nach J. Ribera copirt. Der Name Guido steht irrig auf dem Blatte. H. 7 Z. 4 L., Br. 9 Z. 8 L. /

  4. Christus und die Samariterin, nach H. Carracci, 1721. H. 20 Z., Br. 15 Z. 6 L. ;

  5. Die heil. Jungfrau mit dem Kindle in den Armen, Halbfigur, nach rechts sehend, nach Guido Reni copirt, Durchmesser 5 Z. 5 L. ;

  6. Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, 1720, Oval. H. 3 Z. 6 L., Br. 2 Z. 11 L.

Mattioli oder Matthioli, Ludovico.

  1. Die heil. Jungfrau betrachtet das Jesuskind in den Armen, es hält einen Apfel, nach A. Carracci. H. 6 Z., Br. 4 Z. 4 L. Es gibt einen Abdruck mit den Worten im Rande: Mater admirabilis, den Bartsch nicht kannte.

  2. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, Joseph Crespi alias Spa- nolus inv. et pinx. 1741. Dieses Blatt hat Mattioli im 81. Jahre radirt, und noch mit grosser Leichtigkeit. H. 7 Z., Br. 5 Z. 4 L.

  3. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, dem es die Brust reicht, nach A. Correggio. H. 7 Z. 2 L., Br. 6 Z.

  4. Die Himmelfahrt der Maria, nach D. Creti, 1730. H. 10 Z. 4 L., Br. 7 Z. 5 L.

  5. Die heil. Familie: Maria mit dem kleinen Jesus, der ein Kreuzchen hält; links im Grunde Joseph, und an einem Piedestal eine Frau, links unten: Matthioli. H. 12 Z. 6 L., Br. 8 Z. 4 L.

  6. Maria vom guten Rath mit mehreren Heiligen: Vera effigie di S. Maria del soccorso etc., nach J. Pizzoli. H. 12 Z. 2 L., Br. 9 Z. 2 L.

  7. Maria von Engeln umgeben auf dem Halbmond, nach A. Caccioli, mit Dedication an Cäsar Gambalunga. H. mit dem Rand 16 Z. 6 L., Br. 10 Z. 4 L.

  8. St. Anton von Padua stehend mit Buch und Lilie, Matthio- lius del.; in C. Mellan’s Manier, H. 6 Z. 9 L., Br. 5 Z.

  9. St. Anton von Padua predigend: S. Antunio di Padova, gemalt nach G. Cagnacci. H. 10 Z., Br. 7 Z. 5 L.

  10. St. Anton von Padua, J. Spagnolus Bonon. Pin. H. 11 Z., Br. 7 Z. 8 L. Im ersten Drucke ist der Grund weiss, man sieht nur einige Striche, und die Künstlernamen fehlen.

  11. Derselbe Heilige in einer Landschaft, Lud. Matthioli Acad. Palat. del. et f., 1714. H. 12 Z. 8 L., Br. 9 Z.

  12. St. Beno heilt einen Besessenen, nach L. Carracci, 1681.

  13. St. Cajetan auf den Knien mit dem Jesuskind: Hanc Ico- nem Diui Gaetani in Ecclesia D. M. Lauretanae etc., nach J. Crespi. H. 10 Z. 3 L., Br. 7 Z. 4 L.

  14. St. Catharina von Bologna das Jesuskind anbetend, Lud. Matthioli delin. et fec. H. 10 Z. 2 L., Br. 7 Z. 4 L.

  15. St. Carolus Borromäus vor dem Crucifixe, nach Crespi, Oval. H. 7 Z. 8 L., Br. 6 Z.

  16. Die Enthauptung des heil. Florian und die Marter anderer Heiligen: S. Floriano protettore di Bologna, nach A. Gio- nima. Oben rund, H. 12 Z., Br. 9 Z.

  17. St. Franz von Assis mit dem Crucifixe, nach L. Carracci, H. 6 Z., Br. 4 Z. 7 L.

  18. St. Johannes der Täufer mit Kreuz und Lamm, Matthioli f. H. 11 Z. 3 L., Br. 9 Z. 2 L.

  19. Die Wiederholung des obigen Blattes, etwas kleiner. H. 7 Z. 5 L., Br. 5 Z. 5 L.

  20. St. Hieronymus in der Wüste, Ludovico Matthioli ex Cle- ri.

  21. St. Hieronymus in der Wüste mit einem Buche. Mit der Dedication Matthioli's an Franz Ghislieri, 1711. H. 15 Z. L., Br. 11 Z. 9 L. Vorzügliches Blatt.

  22. Der Tod des heil. Joseph, nach M. A. Franceschini, mit

Dedication an Franz de Monte. H. 13 Z. 8 L., Br. 9 Z.

  1. St. Lucas die Madonna malend, Matthiolus f., 1734. Oval.

  2. Derselbe Gegenstand, nicht Oval, oben abgerundet. D’ordine del Sigr. Massaro etc. « Ludovico Matthiolus Inv. f. M. 5 Z. 6 L., Br. 5 Z. 2 L.

  3. St. Philippus Neri mit gekreuzten Händen, Halbfigur: S. Filippo Neri, fondatore della Congregazione dell‘ Oratorio etc., nach D. Fratta. H. 4 Z. 5 L., Br. 3 Z. 3 L.

  4. Derselbe Heilige mit dem Rosenkranze, nach Crespi, 1724. Oval. H. 8 Z. 9 L., Br. 6 Z. 6 L.

  5. St. Petrus, nach L. Carracci. H. 10 Z. 6 L., Br. 7 Z. 4 L.

  6. St. Peter Martyr, links im Grunde der fliehende Gefährte; Ludovicus Matthiolus. H. 10 Z., Br. 8 Z.

  7. Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, Oval. H. 5 Z. 11 L., Br. 3 Z. Geistreich und ausdrucksvoll.

  8. St. Venantius: Vera effigie del Glorioso Martiro S. Venanzio esposto etc., mit Dedication an Carlo Bianconi. H. 8 Z. 3 L., Br. 6 Z. 4 L.

  9. St. Vincenz Ferreri mit dem Crucifixe: S. Vincentius Ferreri, nach Crespi. Im 81. Jahre gestochen. H. 10 Z. 5 L., Br. 7 Z. 4 L.

  10. Ein heiliger Mönch von drei Engeln in den Himmel getragen, nach J. M. Viani. H. 13 Z. 4 L., Br. 6 Z. 9 L.

  11. Kleine Landschaft mit einem Baume an den Ruinen einer Arkade; im Mittelgrunde ein Reiter, Mattioli f. Rund, Durchmesser 6 Z. 10 L.

  12. Landschaft mit einem Manne, der Stock und Bündel auf der Achsel trägt, er geht auf einen viereckigen Turm zu. Eben so gross.

  13. Drei runde Landschaften, Durchmesser 7 Z. 10 L.

a) Der Mann, welcher Wasser in die Vase schöpft. Matthiolus.

b) Der Mann mit dem Trinkgeschirre, mit welchem er sich Wasser aus dem Flusse schöpft. Matthiolus f.

c) Zwei Männer am Gestade neben einer Baumgruppe, Matthiolus Bonon.

d) Der Reisende mit Stock und Mantel. Mattioli.

  1. — 58) Acht Landschaften in ovaler Form. H. 5 Z. 6 L., Br. 6 Z. 6 L.

a) Die Dorfkirche mit dem spitzigen Turme, vorne ein Weib mit einem Knaben. Matthiolus.

b) Das grosse Haus, vorn neben zwei Bäumen ein Fischer, Matthiolus.

c) Die Ruine eines Hauses, darüber erhebt sich ein viereckiger Turm. Vorn ein Mann mit zwei Weibern. Matthiolus.

d) Eine alte Burg; nach links zwei Männer in Mänteln. Matthiolus.

e) Eine Kirche mit einem viereckigen Turm, im Vordergrunde drei Figuren im Schatten des Baumes. Ohne Namen.

Matthioli oder Matthiolus, Ludovico.

f) Das Schloss auf dem Berge und vor demselben ein Fluss. Matthiolus.

g) Ein grosses Haus mit einem Gewölbe, durch welches ein Fluss geht; rechts vorn zwei Männer. Matthiolus.

h) Ein schlossartiges Gebäude mit drei runden Thürmen und mit Bäumen umgeben. Matthiolus.

  1. — 62) Die Landschaften in die Höhe, Folge von vier Blät- tern, H. 10 Z. 6 L., Br. 8 Z. 3 L. a) Eine Wüste mit St. Hieronymus und dem Löwen. Mat- thiolus. b) Gebirgsgegend mit einem Wasserfall, rechts ein Centaur, der auf einen heil. Mönch einen Pfeil schiesst, Matthio- lus. c) Ein kleines Fort auf einem grossen Felsen. Links am Ab- hang eine Heilige mit dem Hunde. Ohne Zeichen. d) Gebirgslandschaft mit Jesus Christus und zweien seiner Jünger. Matthiolus.

  2. — 67) Die fünf kleinen Landschaften, ohne Namen. H. 2 Z., Br. 3 Z. 5 L.

a) Der Bauer und die Bäuerin, jedes mit einem Bündel. b) Die vier Gebäude auf eben so vielen Felsen, c) Die ruinöse steinerne Brücke. d) Der Wagen auf der Brücke von zwei Jochen. e) Das kleine Dorf am Flusse mit dem Alten am Baume.

  1. Die Landschaft mit drei Baumgruppen, zwischen zweien ist auf einer Erderhöhung ein Gebäude. Ein Jugendwerk, ohne Zeichen und mittelmässig. H. 3 Z. 6 L., Br. 5 Z. 1 L.

  2. Die Landschaft mit dem zweistöckigen Hause; im Vorgrunde ein Hügel, links sind Baumgruppen, rechts nur Eine, Ju- gendarbeit, ohne Namen. H. 3 Z. 10 L., Br. 5 Z. 6 L.

  3. Landschaft mit einem Flusse, an dessen Ufer zwei grosse Bäume und einige Gebäude stehen, von den Figuren be- merkt man in der Mitte vorn zwei stehende Männer, und links zwei andere, von denen einer sitzt. Matthiolus. H. 4 Z., Br. 5 Z. 8 L.

  4. Ansicht einer Stadt mit Thürmen und Bastionen, das Ufer des Flusses ist mit Figuren belebt. Mit dem Namen. H. 3 Z. 30 L., Br. 5 Z. 10 L.

  5. — 78) Die grossen Landschaften in die Breite, Folge von 7 Blättern. H. 7 Z. 6 L., Br. 10 Z.

a) Der Bauer und die Bäuerin, letztere das Kind auf dem Rücken. Matthiolus. b) Vier Weiber erwarten die Ankunft eines Schiffes. Mat- thiolus. c) Ein Mann auf der Erde sitzend spricht zu einem andern, der vor ihm steht, im Mittelgrunde Gebäude. Matthio- lus. d) Ein Alter auf dem Baumstamm blickt auf die Kirche, wel- che ihm ein Weib zeigt. Matthiolus. e) Landschaft mit Häusern, auf dem Platze mehrere Fi- guren und darunter bemerkt man links vorn einen Mann neben einem Weibe mit dem Kinde stehen. Matthiolus. f) Landschaft mit einem grossen Stadtthore links, und vor dasselben spricht ein stehendes Weib zu zwei sitzenden. Mat- thiolus.

Ein verfallener Heustadel, vorn rechts zwei Bauern, der eine auf dem Bauche liegend.

  1. — 90) Die Landschaften mit den 12 Monaten. H. 7 Z. 2 bis 3 L., Br. 11 Z. 6 L. .

  2. Die Landschaft mit der reisenden Familie, nach F. Bosio. H. 12 Z. 0 L., Br. 17 Z. 2 L. ;

  3. Das Bildnis der Laura Catharina Bassi, nach D. Fratta, 1752. H. 6 Z. 10 L., Br. 4 Z. 8 L. .

  4. Ein Titelblatt zum Werke Orlandi’s von 1707: Die Malerei zeigt der Sculptur das Wappen des Prinzen Matthäus Marchetti: Abecedario pittorico — Gio, Pietro Zanotti Jnu. H. 7 Z. 6 L., Br. 5 Z. 5 L. ‘

  5. Der Catafalk des Herzogs von Parma, Ranuccio Farnese, nach M. A. Chiarini. H. 09 Z. 1 L., Br. 6 Z. 8 L.

  6. Die Aloë in einer grossen Vase: Planta interiere. H. 10 Z. 6 L., Br. 7 Z. 4 L. ;

  7. Dieselbe Aloë: Incrementum unacum Planta interiere. H. 10 Z. 5 L., Br. 7 Z. 9 L.

  8. Allegorie: Spes altera Romae, nach D. Creti. H. 13 Z. 2 L., Br. 9 Z. 4 L.

  9. Der Wagen der Religion, onus leve. Matthioli. H. 10 Z. 3 L., Br. 14 Z.

  10. — 101) Drei Theaterdecorationen, nach D. Mauro. H. 11 Z., Br. 14 Z. 2 —3 L. '

a) Ein junger Mann verfolgt zwei Mädchen, die sich in Lorbeer verwandeln. Dom. Mauro In. — Mattioli f.

b) Der junge Fischer mit einem Weibe in Unterredung; in der Gebirgslandschaft eine steinerne Brücke mit drei Jochen. Dom. Mauro In. — L. Mattioli f, Bola,

c) Die Dame mit dem Pagen im Walde, rechts oben zwei Zephyren, die ein Mädchen samt dem Baume entführen. Dom. Mauro In. — Mattioli f.

  1. Decoration des Theaters Fontanelli: Scena per la rappresentazione del Ballo nel teatro Fontanelli. H. 14 Z. 3 L., Br. 19 Z.

  2. — 122) Die 21 Blätter und 17 Vignetten zu dem Gedichte Bertoldo con Bertoldino e Cacasenno in ottavo rime (da Guil. Ces. Croce e Scaligero) Argomenti, Allegorie, Annotazioni e Figure in Rame, Bologna 1736. Nella stamperia di L. della Volpe. Con licenza de’ Superiori. H. 7 Z. 3 bis 5 L., Br. 5 Z. 3 — 5 L. Dieses Werk ist das vorzüglichste des Meisters und sehr selten. Die Blätter sind ge- enstige Copien nach J. M. Crespi, Chant 6 ausgenommen.

Mattioli fügte artige Hintergründe bei und andere Figuren. Die Nummern laufen von 1—20. Auf dem Titelblatte sieht man ein Bauernhaus mit drei weiblichen Personen. Über der Thüre ist die Büste eines Bauers mit der Inschrift: Bertoldi Gens et Domus. Im Raude liest man: Bononiae delineabat et incidebat Ludovicus Mattioli Bononiensis in Clementina Picturae et Sculpturae Academiae Professor. ann. ‘agens 75 — 1736. Auch das Bildnis des Julius Cäsar Croce findet sich darin. Bei Weigel ist ein Exemplar für 9 Thlr. zu haben. S. auch No. 149.

  1. Landschaften mit Figuren nach Originalzeichnungen von F. Guercino da Cento. Folge von 15 Blättern, mit dem Titel: Frontispizio a paesi disegni del Cav. Franco Barbieri. Mat-

Mattioli oder Matthiolus, Ludovico.

Thiolus f. Milano da G. Bettoli, % u. fol. Diese Folge

fehlt in Bartsch Peintre-Graveur. Bei Weigel. 3 Thlr. Amor auf einem liegenden Hirsch, wie er Kiranz und Band um das Geweih bindet, oben links zwei Genien mit dem Wappen. J. Rollius inv. Matthiolus fec. H. 7 Z. 3 L., Br. 5 Z. 2 L. Kräftig radirtes Blatt, nicht im Bartsch. Schöne Landschaft in der Höhe, im Vorgrunde rechts zwei hohe Bäume, links auf einem Hügel Maria mit dem Kinde ruhend, hinter ihr Joseph stehend; in der Ferne hohe Ge- birge. Ohne Namen. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 6 L. Nicht im Bartsch. Die Darstellung Jesu im Tempel; der Priester mit drei Le- viten rechts beieinem Altare, an welchem sich von links her Maria mit dem Kinde zeigt. Lud. Mattioli fec. H. 3 Z. L., Br. 5 Z. 2 L. Zart radirtes Blatt, nicht bei Bartsch. Die Tugend führt eine Jungfrau nach dem Himmel, wo der heil. Gusmann und Philippus Neri beten, das rechts stehende Laster sucht sie zurückzuhalten. Hinc me Voluptas, inde —

‚Alleluja. Matthiolus f. 1704. H. 9 Z. 4 L., Br. 13 Z. 4 L.

Sehr selten, nicht im Bartsch.

— 133) Sechs Landschaften mit hohen Bäumen und Wasser im Vorgrunde; rund auf viereckigen Platten. In zwei Cir- kellinien eingeschlossen; erster Durchmesser 6 Z. 9 L.; zweiter Diameter 6 Z. 8 L. — 7 Z. Selten und nicht im Bartsch.

Der Tempel auf der Anhöhe. Ludovicus Mathiolus Bononiensis incidit — Joseph Lungus format Bononiae 1687.

Die zwei Wanderer im Gespräche. Eben so bezeichnet. Das Landhaus auf dem Hügel. Eben so bezeichnet.

Die steinerne Brücke mit drei Bögen. Lud. Matthiolus f. Die Landstrasse mit sechs Figuren, id. f.

Die Landschaft mit zwei Figuren bei der Schaafheerde, id. f. Ein sitzendes Weib mit einem Kinde im Schoß, und einem andern, welches sie stehend mit dem rechten Arme hält. Im Grunde ein Fenster und Draperie; La balia favo- rita di Ant. van Dyck in Casa del Sigr. Co. Senatore Orsi in Bologna, Lud. Mathiolus fec. H. 8 Z. 11 L., Br. 7 Z. 6 L. Schön und selten, nicht im Bartsch.

Die Bildnisse des Alfons d’Avalon und seiner Gelieb- ten, anderwärts Marquis del Quast und seine Geliebte ge- nannt. Er steht mitten im Blatte, nach links gewendet, wo seine Geliebte als Venus sitzt. Rechts sieht man Amor und zwei Weiber, von welchen eine den Korb mit Früchten trägt: La famosa Offerta di Titiano in Casa del Sigr. Co. Senatore Orsi in Bologna. — Ludw. Matthiolus f. H. 6 Z. 10 L., Br. 7 Z. 7 L. Nicht im Bartsch.

St. Gregor schlafend im Sessel, an welchem das päpstliche Kreuz gelehnt ist. Links auf dem Tische sind Bücher und die Tiara. S. Gregorio. Unten in der rechten Ecke ist das Zeichen M. f. Ein Blatt in 4.

Der Knabe Bertoldino auf dem Esel hängend, hält mit der Linken den Schweif desselben. Jos. de Crispis inv. — Lud. Matthiolus del. f. Nebst drei Zeilen italienischer Schrift: Vai ad vso di Soma etc. H. 7 Z. 7 L., Br. 5 Z. 2 L. Diese Scene ist aus dem Gedichte Bertoldo con Bertoldino, wie das Original von Crespi, und von der Copie (109 bei Bartsch)

  1. Die Verwendung des Reichthums zur Ehre der Religion: Diuitias nihil esse duxi in comparatione illius, fol. Nicht bei Bartsch. !

  2. Die Anbetung der Hirten im Stalle, nach Annib. Carracci,

  1. Nicht bei Bartsch. * ,
  1. Die Erlösung der Stelen aus dem Fegefeuer. Oval, 4. Nicht bei Bartsch.

  2. Die Geburt der Maria, schöne Composition nach C. Ma- ratti. Unten: Justitiae „‚ dies. Ludov. Matthioli in aere incidit Bonon. 1710. M.9Z. 9 L.? Br. 6 Z. 4 L. _ Schön radirt und nicht im Bartsch angegeben.

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