Matthiä, Wilhelm, Bildhauer von Berlin , widmete sich unter Lei- tung des Professors Wichmann an der Akademie der Künste in Berlin der Bildhauerei , und machte da solche Fortschritte, dass man in Bälde seine Berufung zum Künstler erkannte. Im Jahre
Matthias, Broderus. — Mattioli ete.
erhielt er den grossen Preis der Sculptur mit dem Relief, welches Penelope vorstellt, wie sie von Ikarios Abschied nimmt. Preisbewerber war auch Ernst Rietschl, dessen Arbeit noch preis- würdiger erkannt wurde; allein letzterer ist ein Ausländer, und somit konnte er den Preis nicht gewinnen, der demnach unserm Künstler zufiel. Hierauf begab sich Matthiä als Pensionär der k. preussischen Akademie nach Rom, um daselbst seine Bildung zu vollenden, und wir haben jetzt schon mehrere Bildwerke, welche seine Reife verkünden. In Rom fertigte er 1853 die Statue eines bogenschnitzenden Jünglings, und 1834 eine Gruppe mit lebens- grossen Figuren, Thusnelda vorstellend, wie sie den Hermann be- gegnet. Andere, etwas frühere Werke sind: Die Statue einer Schnitterin; das Relief zweier Krieger, von der Ankunft eines Lö- wen überrascht; der heil. Georg zu Pferde, Gypsmodell. Im Jahre 1836 vollendete er in Rom das Gypsmodell zu Schillers Monument.
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