Masson, Franz

Masson, Franz, Bildhauer, wurde 1745 in einem Dorfe der Nor- mandie geboren, und bis in sein 17. Jahr diente er als Bauernjunge. Endlich bemerkte ein Benediktiner der Gegend seine Anlage zur Kunst, gab ihm Unterricht im Zeichnen, und die Fortschritte des jungen Menschen waren so bedeutend, dass er nach einigem Un- terricht, den ihm sein älterer Bruder, Ingenieur und Chef vom Brü- cken- und Strassenbau, ertheilte, zu dem Bildhauer Cousin in Portau de’Mer in die Lehre treten konnte. Später kam er durch Vermittlung des Bischofs von Noyon nach Paris in die Schule des W. Coustou, wo er auch mit allem Eifer die Akademie besuchte, und um sah man seine erste öffentliche Arbeit, eine Fontaine auf dem Platze zu Noyon mit vier Cariatyden. Jetzt schickte ihn der würdige Prälat nach Rom , wo Masson fünf Jahre auf dessen Kosten den Studien obliegen konnte, und nach seiner Rückkehr nahm sich der Bruder seines Gönners, der Marschall von Broglio, seiner an. Dieser ertheilte dem Künstler den Auftrag, in Metz den von Clerisseau erbauten Regierungspalast mit einem 42 Fuss langen Basreliefs, mit colossalen Figuren und Trophäen zu ver- zieren, eine Arbeit, welche sechs Jahre dauerte. Kurz vor Beginn der Revolution kam er nach Paris, und während der stürmischen Zeit fertigte er meistens Büsten von Männern der Assemblee con- stituante, die der ausserordentlichen Wahrheit und der schönen Ausführung wegen gerühmt wurden. Im Jahre 1792 gab er zum Concours die Figur des Schlafes, und Hektor am Wagen Achills, und bald darauf führte er eine Gruppe aus, welche die Aufopferung für’s Vaterland darstellt, und längere Zeit im Peristyl des Pantheon stand. Im Jahre 1797 erhielt er die Leitung aller Bildhauerarbei- ten, welche in den Tuilerien nothwendig waren, und um dieselbe Zeit fertigte er aus Auftrag des Rathes der Alten das aus einer Gruppe von fünf Figuren bestehende Denkmal des I. I. Rousseau, ehedem im Garten der Tuilerien, jetzt im Palais Luxembourg auf- gestellt. Hierauf fertigte er das Monument des berühmten Vauban in der Kirche der Invaliden, und an diese Werke reihen sich ver- schiedene Büsten und Statuen. Für die Gallerie der Consuls führte er die Büsten Kleber’s und Caffarelli’s aus, für das Musée Napo- leon jene des Claude Lorrain, und andere Büsten stellen Lannes, Dufresne etc. dar. Im Jahre 1801 vollendete er die Marmorsta- tue des Herzogs von Plaisance, später jene des Pericles und Ci- cero, eine schlafende Bacchantin, Thetis und Achill im Styx, die Statue der Flora u. s. w. Diese letzte Statue führte er im Auftrag der Regierung aus. Starb 1807.

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