Martino, Simone di, 377
noch einem andern zusprechen. Die Technik findet er allerdin
von der gewöhnlichen Florentiner , etwas abweichend, die Zeich- nung ist schärfer und magerer, das Colorit durch röthliche Schat- tengebung eintöniger, truckener, dagegen die Behandlung nur um
wenig feiner; Engenheiten, wie die rothen Conturen um Nase,
Mund etc., und die strichweise Zeichnung der Haare erinnern an
Jedoch an Simon, allein die Auffassung der
Charaktere in Zeichnung und Ausbildung der einzelnen Formen, in Ausdruck, Fär- bung, Bekleidung etc. zeigt sich nicht die mindeste Verwandtschaft
mit ihm, und selbst von der Verzierungslust, die ihn so treu be-
leitet, und hier so reichen Anlass gefunden hätte, sieht man keine
pur. Endlich tritt als Hauptmerkmal des Gemäldes der Gedanke
hervor, während Simon durch und durch Empfindung zu seyn
scheint, der Zug, durch welchen er sich am deutlichsten von
Giotto und dessen Schule unterscheidet, in welche dann nach Förster auch voraussetzlich die jenem zugeschriebenen Wandgemälde
ehören mögen. Das Ergebnis von Förster ’s Vergleichung ist in-
wesentlichen nur, dass diese Gemälde, so lange sie noch nicht unwider-
legliche Documente als Simon’s Arbeiten bestätigen, unter dessen
Arbeiten nicht mehr genannt und der Darstellung seiner Eigen-
thümlichkeit zu Grunde gelegt werden dürfen. Gestochen sind diese
Gemälde nicht, C. Lasinio-stach (Lastri pitt. X.) die Kreuzigung
nicht.
Wenn die Gemälde der spanischen Capelle nicht von S. di
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