Martin, Johann Baptist

Martin, Johann Baptist, Maler und Sohn des Obigen, erlernte
die Zeichenkunst unter Lahire, widmete sich aber anfangs unter
Vauban der Ingenieurkunst, bis dieser den König vermochte, den
jungen Ingenieur bei van der Meulen anzubringen. Diesen Mei-
ster ahmte er vollkommen nach, und man nahm keinen Anstand,
nach dem Tode jenes Meisters dem Schüler die Stelle in der Manu-
faktur der Gobelins zu übertragen. Zuletzt kam er in Dienste des
Herzogs von Lothringen , und aus Auftrag dieses Fürsten malte er
in 20 Bildern die Gross thaten Carl V., seines Vaters. Andere Bil-
der von ihm kamen in die k. Schlösser und Paläste, denn der
Künstler genoss zu jener Zeit nicht geringen Ruf. Es sind dieses
Schlachtstücke, Darstellungen aus der Zeitgeschichte, Landschaft
und Ansichten. Im Cabinet Paignon Dijonval sind mehrere Zeich-
nungen von ihm angegeben. M. Baquoi stach nach ihm ein
Schlachtstück, Haussard die Schlachten zu Friedlingen und Höch-
stett; Simmoneau, Hommage rendu à Philippe de Valois etc. Zu
Calmet’s biblischen Wörterbuch machte er 20 Zeichnungen. Starb
1735 im 76. Jahre.

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