Marr, JOSPHIN Heinrich Ludvig

Marr, JOSPHIN Heinrich Ludvig, Maler in München , wurde 1808
in Hamburg geb., und daselbst ertheilte ihm Professor Suhr den er-
sten Unterricht in seiner Kunst. Hierauf kam er zu Rosenberg
nach Altao, besuchte dann zu seiner weiteren Ausbildung Copen-
hagen, und begab sich 1823 zu gleichem Zwecke auf die Akade-
mie der Künste in München. Nachdem Marr hier einige Zeit ge-
lebt hatte, begab er sich nach Italien , um die Sitten, Gewohn-
heiten und Scenerien jenes Landes kennen zu lernen, und so ge-
langte Marr nach und nach zu dem Rufe eines geschickten Künst-
lers. Er malt Landschaften und Genrestücke, in denen er das ita-
lienische und bayrische Volksleben mit Glück und Talent behan-
delt. Seine Darstellung der Carentinerfahrt ist voll Feuer und
Leben, und ein Bild von der heimlichen Humor seines Schlitten-
fahrts im Walde. Ein dummer Bauernjunge wirft den Schlitten
um, und Männer und Weiber fallen in den Graben. Im Jahre
1853 sah man auf dem Kunstverein in München das Bild eines
Bauerntädlings mit zwei Pferden, dann eine Kuh und ein Pferd im
Schiffe.

um 1700 zu Neapel geboren und von Solimena in der Malerei un- terrichtet, die er jedoch mit der Kupferstecherei wieder vertauschte. Er arbeitete mit der Nadel und dem Grabstichel, dann auch in Zeichnungsmanier, alles dieses nicht ohne Glück.

  1. Der Plafond in S. Domenico Maggiore zu Neapel , von Solimena gemalt; radirt, gr. fol. ;
  2. Ein historisches Blatt zur italienischen Übersetzung des Vitruv von B. Galiani, 1758, fol.
  3. Das Titelblatt zu Genovesi’s Abhandlung de Jure et Offi- ciis, 1758.
  4. Historische Skizze, Facsimile einer Zeichnung, fol.

Marracci, s. Maracci.

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